Die Kraft deiner Entscheidung

Coaching Nana Schewski

Ich bin dafür, dass wir unsere Entscheidungen aus der positiven Stimmung heraus treffen. Diese Vorgehensweise trägt nachweislich auch gute Früchte. Allerdings passierte gestern etwas, was mir deutlich gezeigt hat, dass auch eine hohe Unzufriedenheit/Verzweiflung Kraft für wichtige positive Entscheidungen geben kann. Die Ergebnisse überraschten mich, obwohl ich mit dieser inneren Kraft sowohl im persönlichen als auch im beruflichen Bereich intensiv arbeite.

Hier die Geschichte als Motivationsbeispiel: unsere innere Macht ist groß, es ist in unserem Interesse, sie zu kennen und zu nutzen.

Ich kam glücklich und erfüllt von meinem Österreich-Urlaub zurück. Wir waren in Wien bei unserer Tochter und danach in Tirol. In Flensburg angekommen habe ich gerne meine ersten Arbeitsstunden in meiner Praxis in diesem Jahr geleistet und u.a. noch ein zauberhaftes Neujahrskonzert im Glücksburger Schloss besucht.

Da hat sich am Wochenende ein gewisses Unbehagen im Halsbereich angekündigt. Ich bin äußerst selten erkältet, weil ich fast täglich einiges dafür tue. Wenn ich mich aber trotzdem erkältet fühle, dann habe ich dafür auch meinen klaren Handlungsplan und damit bin ich jahrelang gut gefahren.

Daher machte ich mir keine großen Gedanken. Ich schonte mich so gut wie es ging und tat alles um dieses Spannungsgefühl im Hals loszuwerden. Es wurde aber stärker in solchen kleinen Schritten, dass ich meine Termine Schritt für Schritt absagte. Ich war aber nach wie vor fest davon überzeugt, dass ich über Nacht wie üblich putz munter sein könnte.

Dann kamen die Tage – vier lange Tage mit qualvollen Nächten, Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit und trockene Hustenattacken. Die Resttermine der Woche abzusagen – ein paar Sätze auf meinem Handy zu tippen, waren eine sehr anstrengende Herausforderung. Meine Augen tränten und schmerzten.

Warum so ein langsamer ungewöhnlicher Ablauf? Dazu hatte ich keine Antwort. Ich konnte noch nicht mal richtig denken. Ich hatte tagelang kaum etwas zu mir genommen, davon 2 Tage lang nur heißes Wasser. Die Zeit lief so schnell und irreal in komischen Träumen, Schmerzen und Unwohlsein im ganzen Körper. Die paar Weihnachts-Kekse-Kilos, die ich mit Sport wegtrainieren wollte, sind auch weg. Nicht, dass ich ihnen nachtrauere, aber so brutal und schnell wollte ich sie eigentlich auch nicht verabschieden.

Und ich verstand die Welt nicht mehr. Am Anfang habe ich gedacht, dass der Ausbruch eine gute Trainingsmöglichkeit für mein Immunsystem ist. Als ich tagelang Übelkeit hatte, habe ich gedacht, dass sich mein Körper mit Hilfe dieses aufgezwungenen Fastens reinigen könnte. Nach Möglichkeit machte Ich Inhalationen, Wickel-Auflagen, Heil-Meditationen… aber mein Zustand wurde nur schlechter.

Mein Husten wurde im Laufe der Zeit zwar lockerer, aber die Hustenattacken verursachten bei mir Schmerzen im Brust- und Bauchbereich. Als hätte ich im Gym ohne Aufwärmung stundenlag trainiert und Sit-ups gemacht.

Die Krankheit schien kein Ende zu haben. Als mein Mann am Samstag ohne mich zum Waldspaziergang ging und gerade dann in Flensburg gnädigerweise die Sonne schien und die Vögel im Garten so ein fröhliches Treiben hatten, platzte mir der Kragen.

Ich wurde mürrisch und habe angefangen mit meiner rauen Stimme wie ein Spatz über meinen Zustand zu schimpfen. Ich sagte mir: das ist nicht wahr! Fast die ganze Woche beschäftigt dich dieser Zustand – Tag und Nacht! Nicht nur, dass du wichtige Termine verschieben musstest, es nimmt hier kein Ende! Und das passiert mir, die alles tut um nicht in diesen Zustand zu kommen! Bestimmt habe ich etwas übersehen, aber diesen Zustand will ich jetzt beenden! Ich will ihn nicht mehr haben! Ich ertrage ihn nicht mehr! Da draußen spielt sich das schöne Leben ab und ich bin hier mit diesem Halswickel, im Bademantel, farblos, hüstelnd, verzweifelt…, so geht es nicht! …Oh Gott  –  sagte ich mir kurz –  und jetzt wirst du noch fast hysterisch…

Was ich aber danach tat, überraschte mich selbst. Ich habe mich mit meinem Lieblings-Homöopathie-Buch lange und intensiv beschäftigen können, testete mehrere empfohlene Mittel, die ich zum Glück zu Hause hatte. Dann entschied ich mich für ein Mittel und sagte mir, dass ich mich am Montagvormittag unverzüglich bei meiner Ärztin melden würde, falls nicht eine deutliche Verbesserung einträte.

Gleich danach kam ich plötzlich in so eine Stimmung, dass ich zum ersten Mal in den letzten Tagen meine Social-Media-Kanäle besuchte, ein paar Nachrichten sendete, gemerkt, dass diese Tätigkeit  bei mir keine Tränenausbrüche und Kopfschmerzen verursachte. Irgendwie fühlte ich mich besser. Ich dachte nach.

Dann habe ich meinen PC eingeschaltet um diese Zeilen zu tippen, obwohl ich dies für dieses Wochenende nicht für möglich gehalten hätte.

Ich überlege mir, was hier eigentlich abgeht. Ganz fit bin ich auch nicht. Ich fühle mich nicht geheilt, aber irgendwie viel besser. Ich bin in einem anderen energetischen Zustand. Auch wenn das homöopathische Mittel möglicherweise passend war, ich denke, dass hier meine innere Haltung die Verbesserung meines echt tristen Zustandes bewirkt hat.

Ich hatte keinen Bock mehr in dieser Rolle zu sein: mit Stirnband, krank, schwach, verzweifelt. Ich war mit dieser Rolle im Moment meines inneren Ärgernisses auf keinen Fall mehr einverstanden.

Davor hatte ich mich mehr oder weniger damit abgefunden und sogar einige positive Seiten darin vermutet: Training des Immunsystems, Reinigung des Körpers, ein bisschen Ruhe.

Als mir mein Zustand richtig unerträglich wurde, habe ich eine andere Haltung gezeigt. Ich würde sie so beschreiben: Lief ich davor in meinem Bademantel wegen der Gelenkschmerzen etwas gebeugt, richtete ich mich durch diese innere Wut und das Unverständnis körperlich auf. Ich spürte Energie, die ich nicht zu haben ahnte. Und davor war es mir schwer gefallen, ein paar Fragen meines Mannes zu beantworten.

Mir fällt jetzt auf, dass dies ein bekanntes Reaktionsmuster von mir ist: zuerst entwickelt sich etwas, was ich nicht toll finde. Wenn die Entwicklung schlimmer wird, akzeptiere ich sie bis zum gewissen Grad. Irgendwann wird eine Grenze von mir überschritten, und dann bin ich bereit dazu aktiv zu handeln, Mut zu zeigen, etwas anderes zu tun. Und dann bekomme ich entweder Energie von mir und/oder Impulse/Unterstützung von außen.

Wenn etwas (Krankheit, Beziehung etc.) für uns unerträglich wird, dann entwickeln wir besondere Ressourcen. Dann sind wir Imstande, etwas zu tun, was eine Veränderung dieser Situation zur Folge hat. Dann sind wir bereit, aus dieser erweckten Kraft heraus etwas zu tun, was uns vorher unmöglich erschien, um eine unglückliche Situation zu beenden.

So kenne ich es auch seitens meiner Klienten: Sie kommen eher zu mir, wenn sie innerlich großen Druck zur Veränderung spüren, weil es nicht mehr gut weiter geht. Dann treffen sie eine innere Entscheidung, was nicht nur der Handlungsmotor sondern auch ein Fundament für den gewünschten Erfolg ist.

Und wie ist es bei dir? Kennst du ähnliche Erfahrungen? Hat dir deine innere Wut/Unzufriedenheit/Verzweiflung helfen können etwas Positives in deinem Leben zu erreichen?

Liebe Grüße und beste Wünsche für dich für das Neue Jahr!

Herzlichst, Nana

P.S. Das Foto für den Blogbeitrag ist auf dem Kahlenberg bei Wien aufgenommen

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