Sei selbstwirksam

Warte nicht bis irgendwelche Umstände dein Leben verändern, sondern gestalte es selbstwirksam.

Mit meinem Coaching führe ich meine Klienten zu innerer Klarheit und Selbstwirksamkeit. Wenn du etwas in deinem Leben verändern willst, dann musst du etwas in dir ändern, damit sich die Gesamtsituation um dich herum ändert.

Jede Veränderung beginnt mit uns selbst und in uns. Nach dieser Erkenntnis kommt das Formulieren und Festlegen eines klaren Zieles und dann wird an dem Prozess gearbeitet. Es wird genau hingeschaut, was genau geändert werden muss um das Ziel zu erreichen und somit haben wir Klarheit. Wenn wir dann im Prozess Ausdauer beweisen und Erfolg haben, können wir mit Stolz behaupten, wir hätten unser Leben selbstwirksam geändert.

Selbstwirksam – so ein tolles Wort – selbsterklärend! Eigentlich bräuchten wir die oben aufgeführten Erklärungen gar nicht.

Selbstwirksam – so ein starkes Wort! Wenn du einmal selbstwirksam deinem Leben eine erwünschte Richtung gegeben hast, dann bist du enorm gestärkt und aufgebaut. Dann bist du bei allen auftretenden Herausforderungen stark genug und voller Vertrauen, dass du alles geregelt bekommst.

Manchmal passiert es, dass man das Leben verändern/verbessern möchte – aber ohne diese o.g. Klarheit. „Ich habe alles, aber fühle mich nicht gut, leer, elend“ – wie oft habe ich das gehört.

Ich bin nicht dafür, dass wir in unserer Vergangenheit viel wühlen. Wenn wir von belastenden Ereignissen berichten, dann holen wir diese Bilder vor unser geistiges Auge und belasten uns noch stärker. Daher lasse ich meine Klienten keine ausführlichen Leidensgeschichten erzählen. Das kostet Zeit und bringt uns nicht voran – vor Jahren habe eine Dame in der Praxis gehabt, wenn ich es zugelassen hätte, dann hätte sie volle zwei Stunden ununterbrochen und wiederholt über einen Streit erzählt.

Vergangenheit kann für mich nur angesprochen werden, wenn es dem Ziel dient: Wenn wir mit dem inneren Kind arbeiten, wenn wir unsere negativen Glaubenssätze für die o.g. Klarheit herausfiltern und in der Hypnose, wenn wir unsere Blockaden in der Tiefe lösen.

So ganz ohne Schmerzen geht es nicht – wasch mich aber mach mich nicht nass – funktioniert eben nicht!

Wir selber betrachten unsere eigenen Probleme oft oberflächlich – ich habe es auch lange Zeit getan. Wenn wir ein ernsthaftes Problem haben, das mit unseren in der Kindheit gefestigten Glaubenssätzen zu tun hat, dann sind Yoga, Meditationen etc. sehr unterstützend aber sie lösen das Problem nicht!

Viele beklagen sich über Stimmungsschwankungen, Unwohlsein etc. und glauben, dass diese das Problem sind. Viele Menschen wehren sich unbewusst dagegen, das Problem hinter dem Problem zu sehen. Das Ego erlaubt uns oft nicht Hilfe zu holen. Besonders in einem bestimmten Alter wollen wir stark und allwissend sein – wir haben viele Probleme im Leben gelöst, warum nicht auch dieses? Aber Arbeit mit sich selbst verlangt viel mehr als festen Willen und Fleiß.

Warum Klarheit so wichtig ist und wie wir „betriebsblind“ gewisse Probleme jahrelang mitschleifen können, möchte ich mit einer Geschichte erklären. ⇓

„Mir wurde in meinem zarten Kindesalter sehr oft gesagt, dass ich älter als meine Geschwister bin und nachgeben muss. Dann bin ich ein gutes Mädchen. Ich erinnere mich an Einzelheiten nicht, aber den Satz: „gib doch nach, du bist älter“ – habe ich fest im Kopf.

Interessant ist hier, dass ich genau 1 Jahr und 9 Monate und 2 Jahre und 6 Monate älter bin als meine Geschwister. Wie du siehst, ist der Unterschied nicht sehr groß. Meine Mutter wollte uns sehr zusammenschweißen (wie sie sagte), deswegen musste ich stets nachgeben und später oft Verantwortung für die Geschwister übernehmen: Aufsätze schreiben, Nachhilfe geben etc.

Lange Zeit habe ich geglaubt, dass ich all das freiwillig und sogar mit Freude mache. Warum? Weil ich selber auch Initiativen gezeigt habe. Bevor man mich um etwas bat, war ich oft schon aktiv – ich dachte mit und voraus. Das Einzige: in meiner Studienzeit habe ich mich sehr dagegen gewährt, mit meiner Schwester zusammenzuleben, weil ich der Meinung war, dass unsere Charaktereigenschaften nicht gerade harmonierten. Aber die Familie und ihre Mentalität waren stärker.

Später ging es meinerseits mit finanziellen und anderen Zuwendungen weiter. Es war meine Mutter, die mir deren Wünsche übermittelte – also mussten sie noch nicht mal mit mir sprechen und mich um etwas bitten. Es war alles bestens geregelt.

So ging es weiter, die Rollen waren fest verteilt: ich – die fürsorgliche ältere Schwester für meine kleinen Geschwister (ich wiederhole: 1,9 und 2,6 Jahre Altersunterschied!). Es passierte dann einiges, das mich sehr gestört hatte, z.B. wurde mir nie gedankt. Ich habe es angesprochen, und stieß auf volles Unverständnis: bedanken? wofür? Es schien für sie alles so selbstverständlich…Als hätte ich nur Pflichten und sie nur Rechte – es wurde immer weniger Interesse an mir/an meiner Familie gezeigt, geschweige denn eine Zuwendung.

Ich habe diese Entwicklung zwar registriert und mich geärgert, aber ich hatte Entschuldigungen für meine Geschwister gesucht. Vielleicht hatte der eine oder andere persönliche Probleme, von denen ich nichts wusste oder sogar eine Depression…

Ich sagte mir: das sei doch nicht normal, anscheinend geht es ihnen nicht gut. Während eines kurzen Aufenthaltes bei meinen Eltern musste ich mit Erstaunen feststellen, dass sie wohl ihr soziales Leben sehr pflegten und sich gegenüber anderen Menschen am Ort sehr fürsorglich, helfend und freundlich zeigten. Einerseits erfreute mich diese Feststellung, meine kleinen Geschwister waren weder krank noch irgendwie bedürftig. Ich musste mir aber schmerzhaft eingestehen, dass die Probleme eindeutig an unserer Beziehung lagen. Warum? Ich hatte keine Ahnung. Ich zog mich und auch meine Zuwendung Stück für Stück zurück. Einige Versuche darüber zu sprechen, haben noch mehr Spannungen gebracht und ich sah keinen anderen Weg als auf Distanz zu gehen…

Ich habe mich später gefragt, wie ich so lange Zeit verblendet sein konnte? Ich halte mich für einen guten Beobachter. Ich habe  mich Jahrelang mit meiner Kindheit und Familie beschäftigt. Aber es waren andere Themen aktueller und irgendwie sichtbarer…

Ich merkte nicht, dass ich im Laufe der Jahrzehnte in einer Rolle fest saß.

Kennst du die Geschichte des angeketteten Elefanten? Als er klein war, wurde er mit einem Seil an seinem Fuß am schweren Pfahl angekettet, so dass er sich in einem bestimmten Radius bewegen konnte. Jedes Mal wenn er versucht, diesen Radius zu erweitern, hielt ihn das Seil zurück. Um den Pfahl auszureißen war er noch zu klein… Er wächst, wird kräftig, aber er versucht nicht den Pfahl auszureißen und somit seine Freiheit zu bekommen. Er könnte es, tut es aber nicht…Er hat sich mit diesem Beweglichkeitsradius abgefunden…

Ja, ich war in so einer ähnlichen Rolle. Leider! Was hat mir die Augen geöffnet? Zuerst meine stetige persönliche Entwicklung und mein Mut und die Entscheidung, meine inneren Probleme anzugehen; natürlich auch meine dazugewonnene innere Stärke und am Ende  das Internet und Mark Zuckerberg. Ja – mit Internet und Facebook wurde es leichter und kostenlos in der ganzen Welt zu telefonieren.

Mir war schon seit Langem aufgefallen, dass meine Familie sehr wenig Interesse mir gegenüber zeigte. Als ich einmal nachfragte, hieß es, die Anrufe seien sehr kostspielig.

Irgendwann war es nicht zu übersehen, dass ich trotz der kostenlosen Anrufmöglichkeiten keine Telefonate bekam.

Stattdessen bekam ich kurze unpersönliche Emails so ähnlich wie man früher Telegramme geschrieben hat, mit einem Hinweis (Keine Bitte) irgendetwas zu besorgen, dies mitzunehmen oder per Post zu verschicken.

Die Mosaiksteine drängten mich schon längst das ganze Bild zu betrachten – aber ich war nach wie vor verblendet. Mir ist zwar meine Misere bewusst geworden – (mein Elefant wusste schon, dass er durch das Seil eingeschränkt war), aber die treibende Kraft, um den Pfahl herauszureißen, hatte ich noch nicht.

Da ich mich in der letzten Zeit schon zurückgezogen und die meisten Initiativen eingestellt habe, führte dies zu nicht ausgesprochenen Spannungen. Ich spürte diese Feindseligkeit deutlich, ich war aber noch nicht bereit, radikal zu handeln. Es waren schließlich meine „kleinen“ Geschwister/ meine Familie und ich litt in dieser Zeit sehr. Später wusste ich, dass meine Hochsensibilität mein Leiden nur verstärkte. Ich konnte oft meine Gedanken trotz meiner lobenswerten Bemühungen nicht gut abstellen.

Da ich mich zurückzog, dachte ich, dass das Problem dadurch wenigstens oberflächlich geregelt sei. Aber dann kamen immer wieder Emails an: kurz, knapp, ohne Begrüßung: Dein Bruder braucht das, deine Eltern brauchen dies… eine andere Form der Beziehung – die ich von Anfang an mitmachte in der Hoffnung, es würde irgendwann doch Ruhe/Ende sein.

Eines Tages spätabends bekam ich eine Mail: Dort stand weder eine Begrüßung noch etwas persönliches. Das war meine Schwester, die wörtlich so schrieb: Wir brauchen… und dann folgten Links zu Amazon und andere Online-Händler.

Ich regte mich innerlich auf und beschloss kurzerhand diese E-Mail zu ignorieren. Ich achte nicht darauf –sagte ich mir und ging ins Bett. Am Morgen wurde ich durch Geräusche wach und ärgerte mich über einen rücksichtslosen Fahrer, der in unserer Sackgasse den Motor unnötig lange laufen ließ. Als ich zur Küche ging, habe ich festgestellt, dass kein Auto im Spiel war und die Geräusche nur in meinen Ohren waren.

Ich wusste plötzlich ganz genau warum!

Ich fuhr mit diesen Geräuschen verzweifelt zur Arbeit. Im Laufe des Tages habe ich alles verstanden und geplant. Ich stand am darauffolgenden Tag sehr früh auf, um mit meinem Bruder zu telefonieren und klar und bestimmt zu sagen, dass ich diese Emails nicht mehr bekommen wollte und dann ging ich zur Sprechstunde meiner Ärztin, die Homöopathie als Schwerpunkt hat.  Ich erzählte ihr mein Problem und soweit ich mich erinnere, waren die Beschwerden zu meiner großen Freude schon nach dem ersten Behandlungsversuch weg!

Und ich habe mir Zeit genommen, um das ganze Bild zu sehen. Ich habe mich auf einer energetischen Ebene von meinen Geschwistern getrennt, beiden das Beste gewünscht und beide losgelassen. Ich muss gestehen, es fiel mir schwerer, meinen Bruder loszulassen. Das war ein Prozess und am Ende hatte ich endlich meinen Frieden. Ich habe alle Kontakte eingestellt: auf allen Ebenen und das war ein sehr befreiendes Gefühl. Es liest sich einfacher, als getan – zugegeben, du kannst nicht alles plötzlich loslassen, was jahrzehntelang dein Leben, deine Familie war. Aber es ist möglich! Ich komme aus einem südlichen ländlichen Raum, dort achtet man sehr darauf, was andere Leute sagen. Mich hat das alles geprägt. Aber am Ende war mir das so egal – und das hat mich auch sehr beflügelt.

Und es verging ein Jahr. Zu meinem Geburtstag bekam ich überraschend einen warmen Anruf von meinen Geschwistern. Ich habe nicht damit gerechnet. Es wäre schön, wenn sie irgendwann diese Rollen und ihre Ansprüche mir gegenüber begreifen, aber das ist deren Leben, deren Aufgabe, und ich bin glücklich, dass mich dies emotional nicht mehr in Anspruch nimmt. Ich bin aus der Rolle heraus! Und das ist toll!

Vielleicht denkst du jetzt: ach, das hätte mir nicht passieren können, wie ist sowas möglich. Ja ich habe auch früher diese Gedanken gegenüber Familiengeschichten anderer Menschen gehabt. Für unsere Angelegenheiten und Verstrickungen haben wir oft eine s.g. „Betriebsblindheit“, die es uns nicht erlaubt eine Vogelperspektive einzunehmen.

Über diese Geschichte hätte ich nicht erzählen können, wenn sie nicht bearbeitet wäre. Das ganze Bild zu sehen und die Ursprünge des Problems mit den dazugehörigen Glaubenssätzen zu lösen, hat meine Befreiung in diesem Fall möglich gemacht. Ich bin fest davon überzeugt, dass meine Ohrengeräusche nicht von selbst verschwunden wären.“

Wenn ein Problem in irgendeiner Form hoch drängt, greife es auf, tue alles, was in deiner Macht steht. Unser Körper gibt uns Signale/Zeichen, du musst aber achtsam sein, um sie wahrzunehmen und zu verstehen. Oft fällt es uns schwer genug Achtsamkeit zu üben, weil wir im Galopp sind, weil wir mitten drin im Bild sind und diese nötige Distanz nicht gewinnen können.

Dann hole dir Hilfe und schenke ihr Vertrauen und sei dankbar wenn du vorankommst.

Sei einfach selbstwirksam – es ist ein beflügelndes  Gefühl! Sage zu diesem Prozess laut Ja! Wir alle sind es wert.

Herzlichst, Nana

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