Hochsensibel? – deine Vorteile

Hochsensibel? – deine Vorteile

Hochsensibilität als ein Teil deines Temperaments hat zwei Seiten. Lass uns heute auf die positive Seite konzentrieren.

Im Leben passiert es leider oft, dass wir uns eher auf Defizite konzentrieren. Das ist ein falscher Fokus. Also machen wir jetzt das Richtige!

Eine Bitte gleich am Anfang – wenn du diese Eigenschaft hast, dann schaue dir bitte all diese Punkte an und schreibe doch deine Meinung als Kommentar oder direkt an mich per Email: nana@nana-schewski.com. Das würde meiner Forschung zum Thema sehr helfen und ich danke dir sehr dafür.

  1. Dank dieser Eigenschaft nimmst du sehr viele Eindrücke auf: Das ist in vielen Positionen ein großer Schatz. Wenn du einen ruhigen Arbeitsplatz hast, der dir gute Konzentration auf deine Tätigkeit ermöglicht, dann bist du ein großer Gewinn für dein Unternehmen. So bist du in der Lage, deine Eindrücke schneller zu ordnen und dir einen guten Überblick zu verschaffen.
  2. Dank dieser Eigenschaft analysierst du vieles tiefgründig. Es dauert zwar ein bisschen bis in deinem inneren See Klarheit herrscht, aber irgendwann hast du das ganze Mosaikbild vor Augen. Du siehst die Zusammenhänge klarer und besser. Wenn du früh genug Bescheid weist, dass du z.B. beim Meeting über ein bestimmtes Thema/Problem deine Meinung äußern sollst, dann profitieren alle von deiner Analyse. Dann kannst du ein gutes Problembewusstsein und Lösungsansätze präsentieren.
  3. Wenn Du im Personalbereich arbeitest, dann profitiert die Firma von deiner Empathie und Hilfsbereitschaft. Du nimmst Stimmungen leicht auf und suchst nach Wegen diese im Unternehmen zu verbessern. Das kommt allen zugute. 
  4. Egal welcher Beruf und welche Verantwortung – du arbeitest gewissenhaft und achtsam – du weißt, dass du leicht ablenkbar bist und versuchst deswegen mit Achtsamkeit Fehler möglichst zu vermeiden. 
  5. Du hast ein reiches vielfältiges Innenleben. Wenn dir deine innere Einstellung überwiegend einen positiven Daseins-Modus beschert, dann kannst du die positiven Seiten des Lebens intensiv genießen: schöne Natur, Musik, Kunst, Beziehungen etc. Das ist eine tolle Sache, wofür du sehr dankbar sein sollst. Die Frage ist, ob du überwiegend im positiven Modus bist?

Wenn Nein – die gute Nachricht ist, dass du diesen Zustand ändern kannst. Dafür musst du deine defizitären Glaubenssätze ändern. Auf meiner Webseite findest du viele Anregungen zum Thema.

Meine berufliche Erfahrung zeigt mir, dass viele Menschen und auch viele hochsensible Menschen leider eher im negativen Modus sind. Woran kannst du das erkennen: Mit welchen Gedanken fängst du den Tag an? Was sind deine Reaktionen, wenn etwas nicht glatt läuft? Wie kommunizierst du mit dir selbst? Wie ist es mit deinem Vertrauen dir/deinem Leben gegenüber? Welche Gedanken schießen dir in den Kopf, wenn du im Stau stehst oder der Flug ausfällt? Wo sind deine größten Ängste? Wie gehst du mit ihnen um?

Wenn bei dir pessimistische/defizitäre Gedanken überwiegen, dann wäre es in deinem Interesse, alles daran zu setzten, dass du diesen für dich ungünstigen Modus änderst. Als hochsensibler Mensch kannst du dir nicht erlauben, die besten Chancen zu versäumen und dir so viel Energie und den inneren Fokus rauben zu lassen.

  1. Du hast mit großer Wahrscheinlichkeit eine gute Vorstellungskraft. Je nach Beruf kann sich diese Eigenschaft auch als eine besondere Gabe erweisen. Z.B. In meiner Coaching-Praxis hat die Vorstellungskraft eine große Bedeutung. Durch Visualisierungsübungen, für die diese Vorstellungskraft sehr bedeutsam ist, kannst du schneller deine Ziele erreichen: deinen Geist stärken und gezielt lenken, deine Gesundheit sehr gut pflegen, deine Stimmung schneller beeinflussen, ja kurz gesagt: dein Leben selbst-wirksam gestalten.

Denn unsere Gedanken und Emotionen kreieren bekanntlich unser Leben. Mit einer guten Vorstellungskraft kannst du deine Gedanken und Gefühle besser zum Positiven hin transformieren. Somit kannst du dir dein Wunschleben kreieren.

  1. Zu dieser Eigenschaft gehört auch ein gutes visuelles Gedächtnis – die Bilder, die dich prägen/begeistern/berühren bleiben ganz fest in deinem Gedächtnis. Die positiven inspirierenden Inhalte bereichern dein Leben nachhaltig. Ich schwärme immer wieder von Orten, die ich vor Jahren gesehen habe und fühle mich selig/glücklich dabei. Das ist ein großes Geschenk! 
  2. Du bist eine begeisterungsfähige Person – deine Feinfühligkeit erlaubt dir besondere Genüsse: Ob Blumenduft oder ein schöner Schmetterling – was andere kaum bemerken, du kannst darin vor Vergnügen hinschmelzen. Ist das nicht schön? Nur wundere dich nicht, wenn andere nicht so begeistert sind. Sage einfach Danke für diese Gabe! 
  3. Die gute Vorstellungskraft und die Fähigkeit etwas tief zu empfinden und sich damit lange zu beschäftigen – ermöglichen dir oft ungeahnte Kreativität. Diese Kreativität kannst du meistens nicht auf Knopfdruck herbeizaubern (besonders wenn das Thema relativ neu ist), du brauchst Zeit, aber wenn du dir diese Zeit gibst, dann kannst du den Prozess auch genießen und tolle Ergebnisse liefern. Dann fließt alles: deine Gedanken, deine Ideen, die Bilder… und du fühlst dich gesegnet… Ist das nicht schön? 
  4. Du hast eine starke Intuition – wenn du sie zulässt. Das ist wiederum sehr von deiner Erziehung abhängig. Welche Glaubenssätze prägen und steuern dein Leben? Manchmal verwechseln wir unsere eingrenzenden Glaubenssätze mit der Intuition. In diesem Fall musst du genau hinschauen. Es ist in deinem Interesse dich, dein inneres Kind und deinen inneren Erwachsenen, deine inneren Sehnsüchte und Träume gut zu kennen.

Die Liste ist nicht vollständig, aber für heute reicht es gewiss.

Kurz gesagt – deine Hochsensibilität, die ich gerne auch Feinfühligkeit nenne, ist ein roher Diamant, ein großes Geschenk. Entscheidend ist – was wir daraus machen.

Das ist natürlich die positive Seite. Es gibt eine herausfordernde Seite, auf die du Rücksicht nehmen musst. Schau bitte dafür meine Blogbeiträge zum Thema an: gib im Suchfeld den Begriff: Hochsensibilität oder Feinfühligkeit ein.

Wenn du an meinen Themen interessierst bist, verbinde dich mit mir indem du meinen Infoletter abonnierst: du bekommst ca. zweimal im Monat meine berufliche Erfahrung in Blogbeiträgen präsentiert und auch Einladungen zu Vorträgen in meiner Praxis.

Meine Empfehlung:  an erster Stelle verbinde dich mit deinen Gaben, fokussiere dich auf die Eigenschaften, die dir Kraft geben, deinen Selbstwert festigen, dich innerlich aufrichten und aufbauen.

Deine innere Einstellung, dein Fokus entscheiden ob die Eigenschaft „Hochsensibilität“ für dich ein Fluch oder ein Segen ist. Entscheide dich klar für die zweite Option. Mache dadurch dein Leben schöner, freier, harmonischer, erfolgreicher. Es ist möglich – Ich weiß wovon ich spreche! Alles worüber ich schreibe, sind nicht nur meine beruflichen Erfahrungen und Beobachtungen sondern meine eigene Geschichte als hochsensible Person.

Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Wege!

Herzlichst, Nana

◊ Du willst mehr über deine Glaubenssätze /dein inneres Programm erfahren, dann ist das Angebot für dich – hier klicken ⇒ 

◊ Du möchtest weitere Erfahrungsberichte und Info zu meinen Themen Hochsensibilität/Glaubenssätze/Mindset/inneres Kind erhalten (ca. 2-3-mal im Monat), dann abonniere meinen Infoletter (Du kannst dich am Ende des Beitrags eintragen)

◊ Für Impulse zu meinen Themen folge bitte mir auf Facebook und Instagram

◊ Hast Du Fragen zum Coaching? Dann buche hier die Selbstwirksamkeits-Session (ca. 30 min) mit mir, damit wir in Ruhe besprechen können ob und wie ich dich dabei unterstützen kann: ⇒ hier klicken

Dieser Artikel passt zum Thema: Wie hochsensibel bist du?

Warum ist unsere Kindheit so wichtig?

Warum ist unsere Kindheit so wichtig?

Als ich in den frühen Jahren meiner Trainer-Tätigkeit zur Auflockerung der Seminare oder auch passend zum Thema immer wieder Khalil GibransEure Kinder sind nicht eure Kinder…“ vortrug und falls jemand es gerne mitnehmen wollte,  auch Kopien bereit hielt – war ich schon fest von der Macht unserer Kindheit auf unser Leben überzeugt.

Im Rahmen meines Studiums habe ich drei Semester lang in einer Gruppe biografische Arbeit gemacht und sie sehr ernst genommen. Ich erinnere mich, dass ich zu Hause stets ein Heft dabei hatte um meine aufkommenden Gedanken aufzuschreiben. Diese Arbeit ging damals nicht in die Tiefe aber mir sind viele Zusammenhänge bewusst geworden.

Hätte jemand mich gefragt, wie meine Kindheit eigentlich war, hätte ich zweifellos geantwortet: behütet, geliebt, unbeschwert. Meine Eltern waren nicht streng, ich hatte viele Freiheiten und jeder Wunsch von mir wurde nach damaligen Möglichkeiten auch erfüllt. Es war für mich selbstverständlich vor der Schule ein Frühstück und nach der Schule leckeres warmes Essen vorzufinden. Meine Freunde kamen gerne zu mir, weil sie sich bei uns wohlfühlten. Später habe ich studiert und meine Eltern standen in aller Hinsicht auch hinter mir. Ich habe keine Zweifel daran, dass meine Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollten.

Und das war die eine Seite. Die andere Seite war, dass sie auch Ihre Probleme, ihre Ängste und Unsicherheiten hatten. Ihre Probleme haben sie uns nicht bewusst aufgezwungen, aber ungewollt weitergegeben. Ich war schockiert  als mir zum ersten Mal der krasse Unterschied zwischen diesen beiden Seiten klar geworden ist und entsetzt nach dem ich verstanden habe, wie deren gelebte Rollen mein Leben doch geprägt haben.

Mir ist bewusst geworden, was für sensible Antennen doch Babys und Kleinkinder haben, wie stark sie Stimmungen aufnehmen und wie sie ihr eigenes Bild vom Leben kreieren, das leider später nicht in ihrem Interesse ist.

Die Prägungen können bei hochsensiblen Kindern viel intensiver/dramatischer sein.

Als ich vor Jahren meine Praxis gründete, habe ich endlich die Freiheit gehabt die Methoden selber zu bestimmen und so kam ich zum Konzept des Inneren Kindes. Wie der Zufall es wollte, hatte ich schon beim ersten Versuch bei einer Person, die eine lange Leidens- und Behandlungsgeschichte hatte und wegen eines konkreten Problems zu mir kam, verblüffende Erfolge gesehen. Das war ein sehr motivierender beflügelnder Anfang.

Da mein beruflicher Werdegang sehr akademisch geprägt war, hatte ich am Anfang Hemmungen gehabt, für diese Methode laut zu werben. Ich hatte die Befürchtung, dass viele Menschen dies als zu sehr esoterisch abtun würden. Ich bin keinesfalls gegen Esoterik, aber sie war nicht meins und ich konnte mich damit nicht gut identifizieren.

Nun diese Zeit ist vorbei – ich habe genau hingeschaut und meine Unsicherheiten mit mir und mit dem Thema gelöst. Ein lehrreicher und dankbarer Prozess.

Wenn jemand große Schwierigkeiten hat z.B. vor einer Gruppe zu sprechen und Hilfe sucht, möchte er sich nicht unbedingt mit der eigenen Kindheit beschäftigen. Aber wenn wir schon dabei sind, die Gründe der Probleme herauszufinden, dann kommen wir sehr schnell und unproblematisch dazu, gewisse Dinge, die längst vergessen und verdrängt worden sind, unter die Lupe zu nehmen. Hätte diese Person gewusst, dass wir auf der Suche nach Gründen ihres Problems auch ihre Kindheit beleuchten, hätte er womöglich Hemmungen gehabt sich von vornerein darauf einzulassen.

Warum ist es so? Alle Menschen, die sich so ungerne mit der eigenen Kindheit beschäftigen wollen, haben auch gute Gründe dafür. Nur sie wissen oft nicht warum, sie spüren aber Unbehagen. Die Gründe sind oft die s.g. „Selbstschutzstrategien“ – Schutz vor Unbekanntem/Schmerz. Unser Unterbewusstsein gibt Information/Szenen, die für uns irgendwann sehr schmerzhaft waren, ungerne heraus, weil es uns schützen möchte.

Viele vermuten dahinter gewalttätige Szenen, sie sind es aber äußerst selten, wenn wir diese Szenen aus unserem jetzigen Stand betrachten. Bedrohlich und unerträglich sind sie aber aus der damaligen Sicht des Kindes. Wenn dein Opa oder dein Vater, der 3-4 mal größer ist als du, sich direkt vor dir bedrohlich aufbaut und dich wütend anschreit, weil durch deine Bewegungen etwas aus seiner Sicht wertvolles/wichtiges kaputtgegangen ist, dann ist deine gefühlte Angst anders als du dir jetzt vorstellen kannst.

 Hier eine Geschichte: ⇓

Natascha mag ungerne diskutieren/streiten. Wenn sie doch hineinsteigt, wird sie dabei sehr emotional und sagt Dinge, die sie später bereit. Danach ist sie einige Tage richtig aus der Fassung, erschöpft und zutiefst traurig. Sie kommt schnell ins Grübeln und fühlt sich oft benachteiligt. Sie meidet  jede Auseinandersetzung, das ist aber keineswegs hilfreich für Ihre Beziehungen.

Sie fühlt sich oft wie auf dem Pulverfass, schafft und wagt aber nicht ihrer Wut / Unzufriedenheit einen Ausdruck zu verleihen. Sie hat mehrere lobenswerte Versuche gemacht mit eigenen Gefühlen umzugehen, dabei hatte sie auch gewisse Erfolge aber an ihrem seelischen Leiden hat sich nicht viel geändert. Sie hat gelernt ihre Gefühle zu identifizieren, aber es passiert ihr immer wieder, dass sie von Gefühlen wie Wut und Trauer unerwartet überflutet wird. Und dann fühlt sie sich hilflos und ausgeliefert. Ihr berufliches und soziales Leben leiden auch darunter, weil sie aus Angst Kontakte lieber vermeidet.

In Ihrer Familie herrschte eine nicht klar formulierte Wut gegen die Großeltern aufgrund der gefühlten Ungleichbehandlung der Kinder. Die Eltern stritten auch oft miteinander, wobei die Mutter oft die Kontrolle verlor und laut/hysterisch wurde. Die Eltern waren in der Zeit, als die Kinder klein waren, sichtlich überfordert. Sie waren oft ungeduldig, einen Klaps zu geben war aus ihrer Sicht nichts Schlimmes. Das angespannte Verhältnis mit der Familie des Vaters wurde nicht offen thematisiert aber die Benachteiligung, die einer Opferrolle glich, oft beklagt, ohne Rücksicht auf die Kinder zu nehmen.

 In diesem Fall wurde klar, dass Natascha das Reaktions- und Verhaltensmuster, das ihre Familie prägte, unbewusst weiterführt. Die Erkenntnis verblüfft sie. Ihr wird klar, dass sie sich als Kind ein Verhalten angeeignet hat, das sie damals in aufgeheizten familiären Situationen beschützte, jetzt aber ihr schadet. Ihre Motivation aus dieser Rolle auszubrechen und etwas zu ändern ist jetzt sehr groß. Das ist entscheidend. Ohne den festen Willen können wir solche tief verwurzelten Muster nicht einfach ablegen.

Der Mensch kommt als Mängelwesen zur Welt – biologisch unangepasst an seine natürliche Umwelt – schrieb Arnold Gehlen in seinem Hauptwerk „Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt“ (1940). Menschenbabys brauchen Schutz, Fürsorge und Begleitung für lange Zeit um die für das Leben notwendigen Dinge zu erlernen und sich selbst schützen zu können. Wie schafft es der Mensch, diese natürlichen Nachteile zu kompensieren und sein Überleben zu sichern?

Dank seines Super-Gehirnes. Er kann lernen und Strategien entwickeln.

So haben wir als Kinder unsere Strategien entwickelt um unser Überleben zu sichern und irgendwann stehen diese Strategien uns als Erwachsene im Wege.

Weil aus diesen Strategien Glaubenssätze geworden sind, die unser gegenwärtiges Leben steuern. Ein Teil in uns ist unbewusst in den damaligen Gefühlen verhaftet. Dieser unbewusste Teil muss erreicht und aufgeklärt, getröstet und geschützt werden.

Problematisch wird es, wenn wir diesen Teil, den ich inneres Kind nenne, leugnen. Die intensive Beschäftigung mit diesem Teil bietet uns eine tiefgehende Veränderungsmöglichkeit und führt uns zum gewünschten Erfolg.

Kurz gesagt: wenn die Probleme im Unterbewusstsein verwurzelt und jahrelang gefestigt sind, dann müssen sie auch im Unterbewusstsein erreicht und gelöst werden. Versuche  bitte jemanden, der große Angst vor dem öffentlichen Sprechen hat, auf der Logikebene zu erreichen mit den Erklärungen: schau mal, was kann dir schlimmes passieren, das Publikum ist nett, du kennst dein Thema, keine Sorge, du wirst es schon überleben…etc. Sein bewusster Verstand weiß doch alles bestens, zwischen Kennen und Können liegen bekanntlich Welten.

Die gute Nachricht ist: wenn wir schon ein so lernfähiges überlebenstüchtiges Wesen sind, dass wir uns in einem zarten abhängigen Alter Strategien zulegen um die Zuwendung und somit  unser Leben zu sichern –  dann können wir auch in einem Erwachsenen-Alter diese veralteten Strategien ändern – uns quasi ein Update verpassen. Das machst du mit deinem PC, warum nicht mit deinen alten Glaubenssätzen?

Es geht darum, dass du die Teile deines inneren Programms änderst, die dir im Wege stehen.

Diese Veränderung darf aber kein innerer Kampf werden. Das ist hart und ist meines Erachtens langfristig nicht zielführend. Ein erfolgreicher Veränderungsprozess ist immer ein Ja zu sich selbst, eine ganz große Liebeserklärung an sich. Für mehr innere Klarheit und Harmonie! Für mehr innere Leichtigkeit und Freude.

Das sei uns allen gegönnt.

Herzlichst, Nana

◊ Wie gut kennst du die Glaubenssätze, die deine Kindheit geprägt haben? Schau dir dafür dieses Angebot an: ⇒ hier klicken

◊ Du möchtest weitere Erfahrungsberichte und Info zu meinen Themen Hochsensibilität/Glaubenssätze/Mindset/inneres Kind erhalten (ca. 2-3-mal im Monat), dann abonniere meinen Infoletter (Du kannst dich am Ende des Beitrags eintragen)

◊ Für Impulse zu meinen Themen folge bitte mir auf Facebook und Instagram

◊ Hast du Fragen zum Coaching/zur Psychotherapie? Dann buche hier das unverbindliche Klärungsgespräch (ca. 30 min) mit mir: ⇒ hier klicken

Dieser Artikel passt zum Thema: Glaubenssätze, die deine Kindheit geprägt haben

Wie ich anfing den Regen zu lieben

Wie ich anfing den Regen zu lieben

Der Dauerregen ist ein Thema im hohen Norden. Jetzt während ich diese Zeilen schreibe, regnet es schon seit einer Woche. Meine Dahlien sehen schon wie begossene Pudel aus. Schietwetter – sagen die Menschen hier – wirke auf die Stimmung. Nun diesmal ist es wirklich nicht dramatisch – noch keine Kälte und kein peitschender Wind, aber der Himmel ist grau, die Ostsee ist grau. Wie willst du da Freude zaubern? – fragen sich viele.

Unsere Gedanken/Erwartungen/Worte kreieren unsere täglichen Erfahrungen und somit unser Leben. Nun das ist nichts Neues. Obwohl wir dieses Wissen haben, sind wir oft Gefangene unserer defizitären Gedanken/Worte. Das läuft oft unbewusst, deswegen bleibt es meistens auch unbemerkt. Es sei denn, du bist sehr achtsam oder hast das Glück von jemandem eine Rückmeldung zu bekommen.

Mir ist nach Jahren klar geworden, dass ich z.B. dazu neige, das Wetter während einer regnerischen Periode in Flensburg im Gespräch mit meinen Freunden im Süden zu beklagen.

Ist dies für meine Stimmung oder für irgendetwas hilfreich? Nein! Also habe ich beschlossen, den Regen und das stürmische Wetter zu lieben.

Ich habe zuerst aufgelistet welche lebensnotwendigen und lebensbejahenden Vorteile der Regen hat.

  1. Er versorgt uns und erhält uns am Leben
  2. Reinigt die Luft und die Umgebung
  3. Die Pflanzenwelt bleibt auch im Sommer grün und schön
  4. Ich brauche meinen wunderschönen Garten nicht oft zu wässern. Als ich es doch für einige Wochen musste, habe ich deutlich gemerkt, was für eine Belastung es ist jeden Abend den Wasserschlauch von einer Ecke zur anderen zu schieben.
  5. Wir haben genug Wasser und somit bleiben uns die Sorgen erspart, die südliche Länder oft prägen
  6. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist gut für die Haut

Diese Liste ist sicher nicht vollständig…

Außerdem liebe ich Flensburg, mein Haus, meinen Garten. Und der Regen liebt Flensburg. Und das war immer so, ich kam vor 24 Jahren hierher. Es ist einfach besser, wenn ich mit dem Regen ein zumindest freundschaftliches Verhältnis pflege.

Sonst besteht die Gefahr, dass ich beim Dauerregen in eine Opferhaltung oder zumindest in eine defizitäre Haltung hineingerate. Das ist keine tolle Haltung und raubt mir meine wertvolle Energie und Stimmung. Ich werde schließlich nicht gezwungen in Flensburg zu wohnen, das mache ich ja freiwillig. Und wenn dieser Regen Flensburg schon vor mir treu liebte, wäre es doch in meinem Interesse ihn auch zu lieben.

  • Schließlich habe ich keine großen Nachteile durch den Regen. Wenn ich richtig angezogen bin, kann ich jederzeit raus
  • Ich kann gerne und konzentriert arbeiten, ich verpasse draußen ja nichts
  • Ich kann mit Lichtern und Kerzen eine gemütliche Atmosphäre schaffen
  • Ich kann meditieren und meine innere Sonne scheinen lassen

Es gibt wahrlich keinen Grund den Regen nicht zu lieben. Als wir wochenlang Sonnenschein hatten, war das einerseits wirklich sehr toll, anderseits hatte ich es schwer gehabt mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.

Also habe ich beschlossen den Regen aufrichtig zu lieben. Um diese noch zarte Liebe zu festigen, habe ich jeden Morgen die Liebeserklärung ausgesprochen und mir all seine erwähnten Vorteile vor mein geistiges Auge geführt. Und das mindestens 21 Tage lang.

Sollte die frische Liebe noch klitzeklein wackelig sein, sollte man dieses tägliche Ritual bis zu drei Monaten verlängern.

Was geht jetzt in deinem Kopf vor, wenn du diese Geschichte liest? Muss so viel Aufwand sein? Geht es vielleicht einfacher? Nein! Mit dieser Prozedur trete ich in den Dialog mit mir selbst. Ich erzähle mir eine Geschichte, die den Regen nicht mehr lästig sondern liebenswert macht.

In vielen Bereichen erzählen wir uns eher energieraubende Geschichten: über Stau auf unseren Straßen, über Verspätungen, über nervige Kollegen und Verwandte, über Anstrengungen, Krankheiten, Müdigkeit, Ängste, Sorgen… kein Mensch ist davon frei. Und all das entspricht der Realität. Nur, mit diesem Fokus, mit diesen Gedanken, ob sie still oder laut sind, fördern wir diese unerwünschte Realität gerade und verderben dabei unsere Stimmung.

Mit unserem Fokus fördern wir oft die Realität, die wir eigentlich nicht haben wollen.

Wenn wir etwas nicht vermeiden können, ist es in unserem Interesse, einen positiven Aspekt darin zu finden, damit wir etwas nicht mit Widerwillen tun. Denn, dann sind wir im inneren Konflikt.

Ich sage nicht dass wir Probleme verleugnen sollen! Nein, sie müssen gelöst werden. Aber nicht immer ist es möglich, oder nicht sofort möglich. Dann wäre es für unser liebeswertes Leben sehr gut, wenn wir unseren Fokus auf einige positive Komponenten legen.

Nach meinem Studium habe ich für eine Weiterbildungsschule gearbeitet. Ich hatte mein Bestes gegeben qualitativ hochwertige Seminare abzuliefern. Ganze Abende saß ich bis in die späte Nacht und bereitete mich vor, um dann am nächsten Morgen um 6:00 Uhr aufzustehen, mein Kind fertig für die Schule zu machen und um kurz nach 7:00 Uhr auf dem Weg zur Arbeit zu sein. Die Bezahlung damals war miserable. Alle pädagogischen Kräfte wurden schlecht bezahlt. Es war ein großes Thema unter uns! Ein sehr unangenehmes Thema!

Oft bin ich erschöpft nach Hause gefahren und wenn mir dann dabei die Höhe meiner Bezahlung noch einfiel, habe ich mich sehr unwohl und ausgenutzt gefühlt. Damals wusste ich nicht so viel wie jetzt.  Aber ich erinnere mich, dass ich einmal beschlossen habe, die unerträglichen Gedanken wegzudrängen und mich damit zu trösten, dass ich sehr gute Rückmeldungen von allen Seiten bekam. Ich sagte mir: das mit der Bezahlung ist vorübergehend. Du sammelst wertvolle Erfahrungen und festigst dein Image. So konnte ich meine Stimmung retten und mich auf meine berufliche Entwicklung konzentrieren. Das hat sich wirklich gelohnt.

Unser Gehirn glaubt uns, wenn wir ihm Bilder präsentieren. Diese Bilder können und dürfen auch mit unserer Vorstellungskraft visualisiert werden.

Stelle dir eine Gewaltszene aus einem Horrorfilm vor und beobachte was sie mit dir/deiner Energie macht. Unser Körper vergisst nichts: negative Gedanken und Emotionen verursachen Spannungen, die unsere Stimmung beeinflussen und auf Dauer unsere Gesundheit schädigen.

Sehr oft ist das negative Gedanken-Muster vom Elternhaus übernommen. Selbstverständlich hatte dies Gründe gehabt. Meine Mutter erzählte oft endlos traurige Geschichten. Diese Geschichten haben auf uns Kinder ihre Wirkung gehabt. Es war für mich sehr schwer, immer wieder diese Geschichten zu hören. Damals fühlte ich mich als Kind hilflos und unglücklich. Die Beteiligten in diesen Geschichten waren meine Oma, meine Onkel und meine Mutter. Ich konnte ihnen nicht helfen – wie hätte ich nicht traurig sein können. Später versuchte ich lange Jahre meine Mutter glücklich zu machen, bis ich verstanden habe, dass Freude und Glücksgefühle nur von innen kommen können. Leider konnte sie aus ihrer traurigen Familiengeschichte nicht aussteigen.

Es ist aber möglich dass wir belastende Geschichten neubewerten, alte Rollen ablegen und uns eine neue Geschichte erzählen. Das ist das Beispiel mit dem Regen.

Solange diese Geschichte nicht tragisch und tiefgreifend ist, können wir uns Selbsthilfe leisten, indem wir zuerst versuchen auf das gesprochen Wort zu achten.

Ich liebe es…, ich finde es spannend…, ich finde es toll…, ich finde es aufregend…, ich finde es zauberhaft…, ich finde es magisch…, es fordert mich heraus…, ich entscheide…, ich finde gut…, ich habe es ausgewählt…

Es ist in meinem Interesse, dieses oder jenes mit positiven Gedanken und Gefühlen zu tun!

Statt…

Es ist so anstrengend…, unerträglich…, hart…, das macht mich irre…, ich kann nicht mehr…, ich hasse es…, ich  könnte…, lieber sterbe ich…, die Welt um mich herum ist ungerecht…, so viele rücksichtlose Menschen/Autofahrer unterwegs… etc.

Mit den negativen dramatischen Worten kreieren wir unsere Realität. Um aus dieser Realität auszusteigen müssen wir unsere Gedanken und Worte entsprechend ändern.

Deine Gedanken und Gefühle bekommst du wie ein Echo zurück.

Also wie fängst du den Tag an? Mit welchem Gefühl und Vertrauen blickst du dein Tagesvorhaben an? Was denkst du über deine Arbeit, Kollegen, Nachbarn, allgemein über die Welt und deine Mitmenschen?

 Neulich erzählte mir eine Nachbarin, dass ihr Mann vor Monaten eine ganz schlimme Diagnose bekommen hätte, er hätte die Krankheit jedoch wie ein Wunder gut überstanden. Oh wie schön – sagte ich. Sie fuhr mit einer besorgten Miene weiter: die Zeit sei für sie so schlimm gewesen, außerdem hätte sie ihre schon längst geplante Reise absagen müssen. Ich glaubte meinen Ohren nicht und sagte: Schauen Sie mal, diese Krankheit hat so viele prominente Opfer und ist eigentlich eine schnelle Todesdiagnose. Sie haben mehr Glück als mit einem Lottogewinn gehabt. Seien Sie lieber froh und dankbar statt diesen ein paar hundert Euro nachzutrauern. Die Reise können Sie doch nachholen. Ja, das hat sie auch vor und sie sei auch dankbar – sagte sie mit der gleichen besorgten Haltung, die für mich eindeutig einen Defizit-Modus verkörperte.

Mit unseren Gedanken kreieren wir weiterhin Ereignisse, die uns diesen Defizit-Modus bestätigen. Wir füttern unser Bewusstsein mit negativen Inhalten. So schaffen wir andauernd negative Bilder im Kopf. Sie verschmelzen mit vorhandenen Glaubenssätzen und bestärken sie oder sie werden zu neuen Glaubenssätzen.

Unsere Glaubenssätze bestimmen unsere tägliche Stimmung, unseren Erfolg, unser Leben.

Also ist es in unserem Interesse, dass wir unsere Gedanken, Worte, Bilder beobachten. Sorge dafür dass sie dir dienlich sind, dass sie dir täglich positive Stimmung und Vertrauen bescheren. Wir sind auf diesem wunderschönen Planeten für eine begrenzte Zeit und lieber stellen wir uns möglichst oft auf die Sonnenseite.

Das ist nur mit unseren inneren Bildern und Überzeugungen möglich.

Das sei uns allen gegönnt.

Herzlichst, Nana

◊ Wie gut kennst du die Glaubenssätze, die deine Kindheit geprägt haben? Schau dir dafür diese Infoseite an: ⇒ hier klicken

◊ Du möchtest weitere Erfahrungsberichte und Info zu meinen Themen Hochsensibilität/Glaubenssätze/Mindset/inneres Kind erhalten (ca. 2-3-mal im Monat), dann abonniere meinen Infoletter (Du kannst dich am Ende des Beitrags eintragen)

◊ Du möchtest dich in einer geschlossenen Gruppe austauschen? Dann komm zu meiner Gruppe Mindset-Werkstatt

◊ Für Impulse zu meinen Themen folge bitte mir auf Facebook und Instagram

◊ Hast du Fragen zum Coaching? Dann buche hier die Selbstwirksamkeits-Session (ca. 30 min) mit mir, damit wir in Ruhe besprechen können ob und wie ich dich dabei unterstützen kann: ⇒ hier klicken

◊ Dieser Artikel passt zum Thema: Auf dem Weg vom Problem zum Erfolg