Archetyp Apollon/Krieger

Archetyp Apollon/Krieger

Gut aussehend, fleißig, pflichtbewusst, gut organisiert, unermüdlich, sehr zielgerichtet und zielstrebig. Die Archetypen Apollon/Krieger sowie seine Zwillingsschwester Artemis/Diana sind unter Deutschen oft anzutreffen.

Jeder von uns hat diesen wichtigen Archetyp in unterschiedlicher Ausprägung. Apollon wird in uns durch Erziehung und Sozialisation aktiviert und gestärkt. Wer ihn als führenden oder sogar als Hauptarchetypen hat, profitiert am meisten von seinen Eigenschaften, kann aber auch entsprechend von seiner Schattenseite stark betroffen sein.

Apollon ist ein scharfer Schütze – sein Pfeil erreicht immer das Ziel. Er kann sehr gut auf das Wunschziel fokussieren und seine Zeit gut einteilen.

Er liebt Routine, was eine Stärke von ihm ist. Zugleich kann dies jedoch auch eine Schwäche darstellen, wenn er dadurch nicht offen gegenüber neuen Erfahrungen ist.

Er liebt Ordnung sehr, kann dabei pedantisch sein.

Apollon schreitet emotionslos zum Ziel und trifft bedachte und kalkulierte Entscheidungen, getrieben von seiner Ratio. In der Kommunikation ist er geradlinig, das kommt nicht immer gut an.

Wir können Apollon nicht mit folgenden Formulierungen überzeugen wie:  „Ich habe das Gefühl, dass…“. Apollon interessiert sich wenig für unser Gefühl, ihn überzeugen nur Fakten und Zahlen.

Er kennt das Aufgeben oder Ablenken nicht, was für andere Archetypen wie Prinz (Dionysos) und Hermes üblich ist. Zufrieden stellen tun ihn die Ergebnisse und Zahlen, weniger der Prozess selbst. Z.B. ist er glücklich, wenn er auf seinem Armband die gelaufenen Kilometers sieht, aber nicht beim Laufen. Wenn er beschließt, 5 Kilometer zu laufen, dann wird er genau 5 Kilometer schaffen und nicht früher aufhören, weil er müde geworden ist und keine Lust mehr hat.

Er ist der Meinung, dass das Leben schwer ist und alles mit harter Arbeit erreicht werden muss.

Den bekannten und beliebten Spruch von Konfuzius: „Das Ziel ist der Weg“ können sowohl Apollon als auch die in der Gruppe „Bogenschütze – Zielstrebigkeit“ befindlichen Archetypen wie Artemis, Athena und Ares nicht verstehen und definitiv nicht bejahen. Für sie ist der Weg immer schwer, umständlich, lang und mit viel Arbeit verbunden. Das Universum liefert ihnen auch die Bestätigung dafür.

Er hat eine Neigung zur Kunst, insbesondere zur Dichtkunst und Musik. Seine Musik ist angenehm, geordnet und erholsam aber ohne große Leidenschaft.  

Apollon mag keine Konflikte. Er versucht sie zu umgehen. Konflikte sind für ihn eine unerwünschte Ablenkung von seinem Weg. Falls ein Konflikt jedoch unvermeidbar ist, bevorzugt er statt direkter Konfrontation distanziertes und zielgerichtetes Bekämpfen des Kontrahenten. So wird es in der Mythologie auch beschrieben: Er lässt Achilles töten, indem er Paris anleitet, seinen Pfeil zielgenau an Achilles verwundbare Ferse zu schießen.

Kindheit: Apollon zeigt als Kind schon sehr früh Konkurrenzdenken. Er mag Spiele, wo er sich messen und sein Können beweisen kann. Er liebt sportliche Aktivitäten und Bewegung in der Natur.

Apollon ist kein Träumer. Er ist sehr realistisch und hat schon als Kind konkrete Ziele. Nachdem er ein Ziel erreicht hat, wird er sofort ein anderes Ziel setzen und fleißig daran arbeiten.

Schon als Kind hat er ein gutes Gespür für Zeit, was für manche Archetypen wie der Prinz/Dionysos und Hermes problematisch ist. Er ist gut organisiert und kann Zeit gut einteilen. Apollon-Kind lässt keine Ablenkungen zu, weil es genau weiß, dass diese Zeit für die Erreichung seiner Ziele fehlen wird. Er kann erstaunlich gut Prioritäten setzen und weicht nicht aus dem Plan.

Apollon ist in der Mythologie der Lieblingssohn seines Vaters – Zeus. Wenn das Apollon-Kind einen Vater hat, den er respektieren kann, wird er seiner Meinung sehr hörig. Wenn er den Zeus nicht zu Hause findet, dann wird er in der Außenwelt findig. Das kann so eine Art Vaterfigur für ihn sein.

Wichtige Frage: Wann folgt Apollon seinen Herzenswünschen und wann folgt er den Wünschen seiner Eltern oder Respektpersonen? Es ist möglich, dass er die Pläne anderer Personen als eigene übernimmt und diese sein ganzes Legen lang mit Eifer befolgt. Das kann irgendwann zur persönlichen Krise führen.

Die Herausforderung der Eltern eines Apollon-Kindes ist es, ihm genug Zeit und Möglichkeit zu geben, zu erkennen, was er im Leben machen möchte und was ihm Spaß und Freude macht. Sie sollen ihm behilflich sein, seine eigenen Ziele zu setzen. Ohne feste Ziele besteht die Gefahr, dass Apollon seine Energie und seinen Fleiß für etwas vergeudet, was ihm nicht die gewünschten Ergebnisse beschert.

Beruf: Er wählt meistens Berufe mit einem langen Werdegang, die viel Arbeit und Fleiß abverlangen. Er ist ein guter Soldat und Krieger.

Was noch für den Archetyp Apollon charakteristisch ist: Egal wie viel er arbeitet und schafft, er bleibt meistens der ewige Zweitbeste.

Mythologisch ist er nach Zeus der zweitwichtigste Gott auf dem Olympus. Er braucht jemanden, zu dem er aufschaut. Das hindert ihn jedoch daran, der Erste zu werden. Er akzeptiert Hierarchie. In Mythen wird ihm sogar nachgesagt: „Ich existiere dafür, dass ich den Willen von Zeus verkünde.“

Hier verbirgt sich auch seine große Schwäche: Wenn er jemanden einmal als Autorität akzeptiert, dann wird er dessen Wünsche ohne viel Nachdenken ausführen. Somit könnte unter Umständen seine Zielstrebigkeit und Ausdauer für ideologische und politische Ziele ausgenutzt werden.

Apollon ist immer in Bewegung. Er braucht etwas, womit er sich beschäftigt. Andernfalls führt dies zu einer Krise. Die mittleren Jahre sind für Apollon nicht einfach. Er merkt, dass seine Jugend und seine Energie schwinden und die Ergebnisse seiner Arbeit anders sind. Auch dann, wenn er berentet ist, findet er immer eine Beschäftigung für sich, der er auch mit viel Fleiß und Verantwortung nachgeht. So wird er fast genauso wenig Freizeit haben wie vorher, als er eine offizielle Arbeit inne hatte.

Für Apollon ist es wichtig, sich und seine Familie gut zu unterhalten und das schafft er gut.

Partnerschaften: Die größte Herausforderung für Apollon ist die Beziehung zu Frauen. In der Mythologie war Apollon einer der gut aussehenden Götter, aber seine Beziehung zu Frauen war in Mythen auch nicht gut und einfach. Der Grund war, dass seine Beziehung zu Frauen emotionslos ist, anders als beim Prinz (Dionysos) oder Hermes.

Nur die Frauen, die archetypisch zu seiner Gruppe gehören wie Artemis oder Athena, finden sich mit seiner Art leicht ab. Hier bildet sich eine auf ein Ziel eingeschworene, fleißige, gut funktionierende Partnerschaft, die kein großes Verlangen nach Romantik hat.

Apollon mag gerne, wenn die Frauen gut aussehen und erwartet dies auch von seiner Frau im Alter, Er versteht die gefühlsbetonten Frauen nicht und kann auch keinen Zugang zu deren Gefühlswelt finden.

Eine Ehe zu führen ist für die Apollon sehr wichtig. Er betrachtet seine Partnerin nicht als autonomes Wesen, sondern als einen Teil von ihm. Er betrachtet Frauen rational. Wenn er mit Artemis oder Athena zusammen ist, kann die Beziehung beidseitig gewisses Konkurrenzverhalten aufweisen, z.B. wer besser beruflich vorankommt, wer besser verdient etc.

Alle anderen Archetypen-Frauen leiden unter seiner Emotionslosigkeit. Hier gibt es zwei mögliche Szenarien:

  1. Sie machen seinen Tagesablauf und Lebensplan mit, sie passen sich ihm an.
  2. Wenn sie das nicht schaffen, kommt es oft zu verzweifelten und hysterischen Szenen. Dafür hat Apollon kein Verständnis. Wenn seine Partnerin ihm Ihre Gefühle weinend mitteilt, sagt der Apollon emotionslos: Das kann nicht sein, dass du dich so fühlst.

Mögliche Schattenseiten, die unterschiedlich ausgeprägt sein können:

Einbildung: Er hat alle Eigenschaften, die die Gesellschaft von ihm verlangt. Deswegen glaubt er, dass er einer der besten ist. Er könnte eingebildet werden und auch so wirken. Er kümmert sich nicht um seine persönliche Entwicklung. Er ist der Meinung, er braucht das nicht.

Arroganz: Gegenüber Informationen und Menschen, die seiner Einstellung nach nicht wahr/gut/passend/verständlich sind, kann er eine verächtliche Haltung entwickeln. Z.B. verspottet er alternative Heilmethoden, auch wenn sie einem Familienmitglied bei der Genesung geholfen haben.

Seine Wahrheit ist oft oberflächlich, nicht tiefgründig. Er kann zwar gut analysieren, aber oft nicht das ganze Bild sehen. Schablonenhaftes Denken ist ihm üblich.

Brutalität: Er kann seinen Nahestehenden gegenüber nachtragend und vorwurfsvoll sein. Er kann schlecht seine Verletzungen vergessen. Er duldet keine Konkurrenz. Wenn er genug Macht hat, kann er jemanden auch hart bestrafen.

Gefühlskälte:  Er spürt seine Gefühle nicht und kann auch die Gefühle anderer nicht verstehen. Er kann deshalb gefühlskalt wahrgenommen werden.

Obrigkeitshörig: Er ist ein fleißiger Macher, der sich voll und ganz auf das Ziel konzentriert. Dadurch ist sein Blick oft eingeengt. . Er lässt sich leicht von einer Autoritätsperson überzeugen und führt seine Aufgabe/seinen Plan mit Elan aus, ohne dies kritisch zu hinterfragen. Er akzeptiert leicht Hierarchie und ist obrigkeitshörig.

Wutausbrüche: Er zeigt kaum Gefühle, aber er ist innerlich verletzlich. Es kann mal zu heftigen Wutausbrüchen kommen, wenn seine Grenze überschritten wird.

Mythologie:

In der griechischen Mythologie ist Apollon der Gott des Lichtes, der Musik und Kunst, der Heilkunst und Weissagung und des Bogenschützen. Er und seine Zwillingsschwester Artemis (Diana) sind die Kinder vom Göttervater Zeus und gehören zu den 12 olympischen Göttern.

Perspektive: Was braucht Apollon für sein Leben?

– Sich selbst erlauben, die sanfte Seite in sich wahrzunehmen, seine Gefühle zuzulassen und zu respektieren. Das würde ihn empathischer machen.

– Mehr Leben im Hier und Jetzt, den Moment genießen, das Leben mit Leichtigkeit betrachten.

Kurz gesagt: Er muss dem Prinz (Dionysos) in sich Raum geben.

Appolon und Prinz/Dionysos sind gegensätzlich und sie beide brauchen einander.

Apollon symbolisiert die linke Gehirnhälfte:  Sprache, Lesen, Rechnen/Zahlen, Logik, Analyse, Detail, Wissenschaft, Zeitempfinden, Linearität, Konzentration auf einen Punkt.

Prinz/Dionysos symbolisiert die rechte Gehirnhälfte: Kreativität, Musik, Tanz, Raumempfinden, Gefühle, Intuition, Neugier, Spontanität, Sprunghaftigkeit, Bildersprachen, Körpersprache.

Die Archetypen erlauben uns eine brillante Selbsterkenntnis. Mit Mythologie ausgeschmückt bringen sie uns zudem die Geschichte der Menschheit näher. Die eigene archetypische Zusammensetzung und den Hauptarchetypen herauszufinden ist eine spannende und wertvolle Reise des Lebens. Sie erlauben uns, in die dunkelsten Ecken unseres Unbewussten reinzuschauen und sie zu beleuchten, uns vom Unnötigen zu befreien und unseren Daseinssinn besser zu verstehen.

Herzlichst, Nana

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Archetyp Persephone/Kora/Prinzessin

Archetyp Persephone/Kora/Prinzessin

Ewig jung, schön aussehend, gutmütig, freundlich – Kora/Persephone/Prinzessin wird von der Gesellschaft für ihre angenehme und offene Ausstrahlung sehr gemocht und geliebt. Sie liebt auch die Gesellschaft und gibt ihre Strahlen wie eine Sonne großzügig zurück. Sie zieht die Energie aus der Außenwelt und mag das Alleinsein auf Dauer nicht.

Alle wollen ihre leichte und schöne Energie genießen. Das ist ihre große archetypische Stärke und zugleich auch die große Schwäche. Denn nicht alle tun ihr gut.

Sie ist vertrauensvoll, gutmütig, ehrlich, kommunikativ, unterhaltsam. Kontakte knüpft sie leicht.

Kora ist eine wohlbehütete, oft einzige Tochter ihrer fürsorglichen Mutter. Sie kann sich gut auf die Mutter verlassen und hat eine enge Beziehung zu ihr. Wenn die Fürsorglichkeit der Mutter jedoch durch Ängste geprägt ist und sie Kora sehr einengt, wird dies ihrer archetypisch engen Bindung eine dramatische Note verleihen.

Kora lebt im Hier und Jetzt, teils sorglos. Sie gleicht einem Schmetterling, der von einer zur anderen Blume flattert.

Sie ergreift gerne Initiative und jeder Anfang, den sie mit Überzeugung macht, gelingt ihr leicht. Nur die Routine liebt sie nicht, Dranbleiben und Durchhalten ist für sie eine große Herausforderung. Hier kann ihr der Archetyp Artemis helfen, natürlich nur, wenn sie diesen Archetyp in guter Dosis in sich hat.

Sie ist gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit, liebt Komplimente und Lob. Es ist ihr sehr wichtig, welche Meinung Leute über sie haben. Sie tut viel dafür, dass diese Meinung positiv ist. Das ist ihre Kraftquelle, kann aber zu ihrer Schwäche werden.

Das Aussehen ist ihr sehr wichtig. Egal, welche finanziellen Mittel einer Prinzessin zur Verfügung stehen, sie wird immer gut gepflegt und angezogen sein.

Sie muss sich sehr anstrengen, um pünktlich zu sein, es sei denn, sie hat einen starken Artemis- oder Athena-Anteil in sich. Archetypisch aber hat sie kein gutes Zeitgespür und leicht verliert sie sich in etwas.

Sie lügt nur, um Konflikte zu vermeiden, andere nicht zu enttäuschen. Als gute Tochter wird sie ihre Mutter nur anlügen, wenn sie sie schonen und die Stimmung retten möchte.

Archetypisch ist Kora zuerst als ewige Tochter von ihrer Mutter abhängig, dann von ihrem Mann – es sei denn, sie schafft es, durch ihr persönliches Wachstum unabhängig zu werden. Daher hat das Thema Unabhängigkeit einen wichtigen Stellenwert in ihrem Leben. Sie strebt danach, hat es damit aber nicht leicht.

Kindheit:
Sie ist ein zurückhaltendes Kind, das zuerst viel beobachtet und es spricht andere Kinder nicht so schnell an. Sie ist unglücklich, wenn ein anderes Kind stürmisch ihre Spielsachen erobert, wird dabei aber nicht aggressiv. Sie ist nicht schüchtern, wie die Erwachsenen oft annehmen, sie braucht einfach Zeit. Wenn Ihr die Zeit nicht gegönnt wird, entsteht unterdrückte Wut in ihr.

Als Kleinkind wird Kora von ihrer fürsorglichen Mutter, die oft Archetyp Demeter ist, zum Spielplatz gebracht. Sie steht zuerst nur da und guckt um sich herum. „Geh hin“ – deutet Ihre Mutter auf ein Spielgerät. Kora steht noch unentschlossen da. Die Mutter steht auf und bringt die Tochter zu einem Spielgerät, danach zum zweiten, danach animiert sie ihr Kind, im Sand zu spielen.

Kora hätte Zeit gebraucht um zu entscheiden was sie tun möchte. Mamas Hilfe nimmt ihr die Entscheidung ab. Solche Vorfälle passieren ständig in ihrem Leben. Alle möchten diesem wunderbaren gutmütigen Kind irgendwie aktiv helfen, weil sie es für schüchtern halten, während es sich daran gewöhnt, dass es immer jemanden gibt, der ihr einen Stoß in eine bestimmte Richtung gibt und somit ihr die Entscheidung abnimmt. Aufgrund ihrer Natur wehrt sie sich nicht, aber glücklich ist sie damit nicht immer.

Später als Erwachsene wird sie auf solche „kleinen Unterstützungen“ unerwartet emotional reagieren, weil die Wut, die sie in ihrem zarten Alter oft unterdrückt hat, immer wieder ein Ventil findet. Die kurzen Wutausbrüche passieren gewöhnlich nur im Familienkreis, wo sie auch entstanden sind.

Schule:
Sie lernt, weil sie es muss, damit sie ihrem sozialen Kreis gerecht wird und Freunde trifft.

Beruf:
Es ist nicht einfach für sie den Wunschberuf festzulegen. Es kann sein, dass sie den Beruf mehrmals wechselt. Sie bleibt dort, wo sie sich am meisten wohlfühlt. Sie vermeidet Stress und geht den angenehmeren Weg.

Ihre Stärken: Sehr gut in Präsentationen, Events und Branding/Vermarktung, sie hat ein gutes Gespür für die Ästhetik und Kommunikation ist ihre Stärke.

Kora/Persephone ist selten gradlinig, Sie versucht immer, ihre Meinung in eine annehmbare Form zu verpacken.

Wenn sie an ihrer eigenen Herausforderung wachsen kann, wird sie in beratenden Berufen Menschen gut helfen können.

Würde die Prinzessin durch Umstände gezwungen werden, eine routinemäßige Verwaltungsarbeit zu ihrem Beruf zu machen, würde sie als harmoniebedürftiges Wesen, das alles tut, um der Außenwelt zu gefallen, hier auch ihr Bestes geben. Sie könnte in Analysen und Zahlen immer besser werden, aber sie lebt dabei nicht ihr Potential und somit nicht ihre eigene archetypische Stärke.

Männer: Sie will eine ernsthafte Beziehung und Familie, leider zieht sie Männer an, die nicht an ernsthafter Beziehung interessiert sind. Ihren Beziehungen fehlt die Tiefe, weil ihr diese Tiefe in ihr selbst auch fehlt, das spüren die anderen.

Sie wird von den Männern gewählt, sie wählt sie eher nicht. Sie ist in ihrer Jugend zwar weiblich, aber sie hat nicht die sexuelle Energie wie Aphrodite.

Archetypisch bedingt ziehen die wunderbare Energie einer Prinzessin und ihre offene, vertrauensvolle, ehrliche, gutmütige Art oft die folgenden 3 Typen von Männern an.

Typ 1: Es sind Typen mit gutem leichtem Charakter, ähnlich wie sie (Prinz/Dionysos und Hermes). Sie sind in der Kommunikation zwar angenehm, aber nicht an einer verbindlichen Beziehung interessiert und ziehen sich zurück, wenn sie spüren, dass die Beziehung ernsthaft wird.

Typ 2: Es sind schwierige und komplexe Personen, die ihre leichte Energie besonders genießen, weil sie sie selber nicht haben. Diese Typen sind nicht so leicht wie der Typ 1, sie können auch viel älter sein als sie und oft sind sie sehr reich. Das ist so eine Art der Beziehung: die Schöne und das Biest. Diese Beziehung ist oft kompensatorisch, daran wird sie nicht wachsen können.

Typ 3: Männer, die Angst vor ernsthaften Beziehungen haben, möglicherweise basiert dies auf einer schwierigen Beziehung zur Mutter. Diese Männer können keine ernsthaften Beziehungen aufbauen und ihr das geben, was sie braucht.

Persephone ersetzt ihre fürsorgliche Mutter oft durch ihren fürsorglichen Mann und bleibt in ewiger Abhängigkeit. Das ist der Fall, wenn die Mutter und der Ehemann um Macht über sie miteinander konkurrieren.

Weil sie gerne im Hier und Jetzt lebt, mag es sein, dass sie nach Jahren entdeckt, dass sie ihr Wunschziel: Familie/Wohlstand/Beruf nicht erreicht hat. Deswegen kann es für sie im mittleren Alter schwierig werden, weil sie Ihre stärkste Seite: Jugend und Schönheit langsam verliert. Es schmerzt, weil sie archetypisch ein Symbol für ewige Jugend ist und im Alter verliert sie ihre Hauptstärke.

Mögliche Schattenseiten:

– Kora/Persephone hat die Erwartung, dass die Welt sich um sie kümmert, für sie etwas macht. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist sie eingeschnappt und launisch. Z.B. Wenn die Freund/Freundin keine Zeit für Sie findet.

– Bevor sie eine Entscheidung trifft, überlegt sie sich viel und grübelt oft. Sie ist schon als Kind risikoscheu und vorsichtig.

– Sie meidet Konflikte, will Harmonie, spürt aber immer wieder unterdrückte Wut, die manchmal bei Kleinigkeiten ausbricht. Diese unterdrückte Wut entsteht bei Kora, weil sie wegen des Willens nach Harmonie ihre Wünsche/Bedürfnisse zurücksteckt. Das macht sie nicht bewusst. Nur durch eine tiefgehende Transformation lernt sie unabhängig zu werden und ihre eigenen Bedürfnisse bewusst als oberste Priorität zu betrachten.

– Sie wird schnell müde, kann oft nicht lange dranbleiben und durchhalten. Es fällt ihr schwer, die eigene Komfortzone zu verlassen.

– In emotionalen Diskussionen/Streitereien kann sie sich nicht gut durchsetzen.

– Wenn die Prinzessin um sich herum eine sehr zielstrebige, pflichtbewusste und routine-liebende Umgebung hat (z.B. eine Kriegerin – Artemis oder eine Strategin – Athena), bereichert es zwar in gewissem Maß ihr Leben, aber über eine Grenze hinaus setzt es sie sehr unter Druck und raubt ihr ihre archetypische Lebensfreude und Leichtigkeit. Das Ergebnis kann später eine Erschöpfung und Depression sein.

– Sie hat eine leichte weibliche Energie, die sich emotional Anderen anschließt und auch mit ihnen verschmelzen kann. Sie merkt das aber nicht.

– In emotionalen Angelegenheiten/Beziehungen kann sie nicht das ganze Mosaikbild sehen, sie ist zu sehr mit Details (einzelne Steine in dem Mosaik) beschäftigt. Ihr fehlt oft eine Adler-Perspektive.

Mythologie: Kora/Persephone/Prinzessin ist alleinige Tochter von der Ernte-Göttin Demeter mit Göttervater Zeus. Hades, der Gott der Unterwelt, beeindruckt von ihrer Schönheit, entführt sie und macht sie mit Gewalt zur Frau. So lebt Kora zuerst in der sonnenlosen Unterwelt traurig und unglücklich.

 Ihre verzweifelte Mutter versucht alles, um ihre geliebte Tochter zu retten, aber ihre Versuche bleiben vorerst ergebnislos. Dann schafft Sie eine Krise, indem sie eine endlose Trauer ankündigt und alle Pflanzen auf der Erde am Wachstum hindert, bis Zeus aus Angst vor Hungernot einlenkt und mit seinem Bruder Hades eine Einigung erzielt: So wird die Persephone 2/3 des Jahres bei ihrer Mutter verbringen, ein Drittel des Jahres (Winter) mit Hades in der Unterwelt.

Bevor die Kora/Persephone zur Mutter zurückkehrt, bittet Hades sie darum, Granatapfelkerne zu essen. Von den 12 Kernen isst sie nur 4. Das ist ihre Einverständniserklärung, dass sie 4 Monate (Winter) bei Hades in der Unterwelt bleibt. Im Frühling erscheint sie auf der Erde und bringt Freude und Leichtigkeit zurück. Sie wird eine Toten-, Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgöttin.

Also gibt es zwei Phasen in Persephone`s Leben. Die erste als abhängige Prinzessin, und die zweite als unabhängige Göttin.

Diese Transformation von einer abhängigen Prinzessin zu einer wichtigen Göttin schafft Persephone im wirklichen Leben, wenn sie ihre harte und bittere Erfahrung als Chance nutzt, in die Tiefe zu gehen, d.h. ihr Unterbewusstsein zu beleuchten, es kennenzulernen und ihre innere Stärke auszubauen. Das gibt ihr die Möglichkeit, persönlich zu wachsen, statt in Selbstmitleid oder Verzweiflung zu versinken.

Perspektive:
Alle Persephone-Mädchen brauchen eine Krise, eine große Herausforderung, die sie zur Selbstreflexion zwingt, damit sie Ihre Problematik tiefgründig analysieren und verstehen können. Da Persephone archetypisch leichte Wege bevorzugt und ihre Komfortzone ungerne verlässt, bedeutet die Selbstreflexion für sie Stress, den sie möglichst meidet. Aber das ist der Weg von einem zarten abhängigen Mädchen zu einer unabhängigen erwachsenen Frau, zu einem neuen Frühling.

Dafür muss sie die Verantwortung für ihr Leben in ihre eigenen Hände nehmen, das bedeutet:

Sie muss das eigene Unterbewusstsein (mythologisch Unterwelt) kennenlernen, damit sie sich ihrer facettenreichen Natur (nicht nur äußerliche Schönheit!) bewusst wird, ihre schon vorhandenen Ressourcen wertschätzt und auch ihre Defizite abbaut. Das würde dazu führen, dass sie intuitiv richtige Entscheidungen trifft.

Zudem sollte sie üben, ihr Leben aus einer Adler-Perspektive zu betrachten. Das würde ihr ermöglichen, strategisch vorzugehen, archetypisch lebt sie sonst im Hier und Jetzt und sieht das große Bild nicht.

Sie hat dafür das Potenzial, nutzt dies aber oft nicht, weil sie unbewusst ihre Probleme nicht tiefgründig erforschen möchte. Wenn sie das schafft, dann wird sie wie Phönix aus der Asche eine neue Wiedergeburt erleben, dann gewinnt sie ihre innere Stärke und auch die gewünschte Macht über ihr Leben, somit wird sie von einer (abhängigen) Prinzessin zur (unabhängigen) Göttin.

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Warum ist es wichtig Deinen Archetyp zu kennen?

Warum ist es wichtig Deinen Archetyp zu kennen?

Oft glauben wir, dass der Ursprung unserer Probleme in unseren frühkindlichen Prägungen liegt. Damals entstandene Glaubenssätze haben gewiss einen starken Einfluss auf unser Leben, aber die Macht unseres Archetyps ist so groß, dass es sich lohnt, sich damit genauer zu beschäftigen.

Archetyp ist der genetisch bedingte Psychotyp, der unseren individuellen Sinn des Lebens, unser Potenzial und unsere Schattenseiten klar symbolisiert und beschreibt. Darin spiegeln sich das gesammelte Wissen und die durchlebten Erfahrungen der Menschheit.

C.G. Jung führte die Archetypen in der Psychologie ein. Seinen Analysen zufolge war er der Meinung, dass alle Menschen über die unterschiedlichen Epochen hinweg zu bestimmten Psychotypen gehören. Die Archetyp-Bezeichnungen können variieren, doch der Kern bleibt gleich und er basiert auf Mythologie. Die Mythologie überliefert uns die ältesten Erzählungen über Menschen.

Es wird angenommen, dass jedes Kind mit einem Hauptarchetyp zur Welt kommt.

Dieser Archetyp kann im Laufe der Sozialisation richtig erblühen oder auch verblassen. In letzterem Fall verliert das Kind, später der Erwachsene Zugang zu seiner Kraftquelle. Es sind die Menschen, denen vielleicht nichts fehlt, die aber trotzdem das Gefühl haben, nicht das eigene Leben zu leben.

Als Erwachsene sind wir eine individuelle Mischung der unterschiedlichen Archetypen, was gepaart mit unseren Sozialisationsprägungen unsere Originalität ausmacht.

Schauen wir uns die Zeichnung an: Wenn wir das gesagte bildhaft darstellen wollen, dann ist der obere Teil des Dreiecks unser Bewusstsein und der untere Teil unser Unterbewusstsein. Das Unbewusstsein besteht auch aus zwei Teilen.

Der obere Teil sind unsere Kindheitsprägungen: unser individuelles Unterbewusstsein, nach C. G. Jung das persönliche Unbewusste: Ab Mutterleib bis zum 12. Lebensjahr, wobei die Prägungen bis zum 3. Lebensjahr die machtvollsten sind.

Der untere Teil – unser kollektives Unterbewusstsein ist eindeutig gewichtiger als der obere. Es symbolisiert nach C.G. Jung das überpersönliche Unbewusste: unsere Urprägungen, das Wissen und die Früchte der Evolution, die Urbilder. Das Wort „Archetyp“ bedeutet auf griechisch wörtlich Haupt- oder Grundprägung.

Archetypen Kollektives Unterbewusstsein

Nach Carl Gustav Jung gibt es 12 Archetypen. Die postjungianischen Konzepte/Schulen haben 16 oder 17 Archetypen, die in 4 Gruppen nach grundlegenden Ähnlichkeiten eingeteilt sind. 

Archetypen können uns unsere Ursprungspersönlichkeit, unser Potential und unsere Herausforderungen, unsere Beziehungsmuster sehr bildhaft beschreiben. Wir haben schnell eine Erklärung, warum dies oder das gut oder auch nicht gut klappt und was wichtig ist, sie zeigen uns den Weg zu unserem Wunschleben. Sie bringen uns den Sinn des Lebens so näher und so verständlich, dass es unverzeihlich wäre, sie dafür nicht zu nutzen, um unseren inneren Kern gut kennenzulernen und aus einer Adlerperspektive unser Leben gekonnt zu steuern.

Wie schon gesagt, es wird angenommen, dass wir mit einem Hauptarchetyp zur Welt kommen, der sich in den ersten 3 Lebensjahren deutlich zeigt, danach aber wegen des Einflusses anderer Archetypen und Kindheitsprägungen oft unerkenntlich verblasst. Dieser Hauptarchetyp beinhaltet unser Kernpotential und ist mit unserem Sinn des Lebens tief verbunden. Deswegen ist es sehr wichtig zu wissen mit welchem Hauptarchetyp wir geboren worden sind.

Lass uns ein Beispiel anschauen.

Maya war ein strahlendes ruhiges Baby, pflegeleicht, lächelnd, aber zurückhaltend. Ihre Mutter liebte es, sie zur Bäckerei mitzunehmen. Die Bäckersfrau hat das Baby angesprochen und schon zauberte Maya ihr süßes Lächeln. Die Bäckersfrau war entzückt, Mayas Mutter auch und das Baby genoss sichtlich die Aufmerksamkeit und Bewunderung. Im Kindergarten brauchte Maya am Anfang viel Zeit, sie beobachtete viel und war nie aggressiv anderen gegenüber. Jedoch war sie unglücklich, wenn ein anderes Kind stürmisch ihre Spielsachen eroberte.

Später liebte Maya es, mit Freundinnen sorglos zu spielen, genoss das Leben im Hier und Jetzt, sodass sie oft tägliche Pflichten vergaß – zur Verärgerung ihrer sehr gut organisierten und fürsorglichen Mutter. Es war klar, dass die tägliche Routine ihr nicht lag. Sie vergaß oft die Zeit. Die Eltern waren sehr bemüht, ihr tägliche Disziplin beizubringen. Maya war ein harmoniebedürftiges Kind, das versuchte seinen Eltern entgegenzukommen und sie auch mal mit einer Notlüge zufrieden zu stellen.

Am Anfang der Schulzeit hat Maya gerne gemalt, musiziert und auch Geschichten geschrieben. Mit der Zeit aber setzten ihr andere Schulfächer wie z.B. Mathe dermaßen zu, dass sie ihre Interessen Stück für Stück aufgab.

Die Mode und ihr Erscheinungsbild wurden irgendwann immens wichtig, sie schminkte sich gerne und kleidete sich gerne schön. Sie glich einem Schmetterling, der von einer zur anderen Blume flatterte.

Als Maya zu mir kommt, ist sie schon über 40 Jahre alt, sieht jugendhaft und sehr gepflegt aus. Leider hätte es mit der Familie nicht geklappt – erzählt sie. Sie hätte gerne auch Kinder, aber die Partner waren dafür nicht richtig. Beruflich hat sie täglich mit Zahlen, Paragrafen und Management zu tun und das raubt ihr langsam die Lebensfreude. Sie wird unter ihren Kollegen wegen ihrer positiven Ausstrahlung und ihrem guten Charakter sehr geschätzt, oft zu Geburtstagen eingeladen. Alle wollen ihre leichte angehnehme Energie genießen, aber Maya selbst fühlt sich innerlich nicht glücklich.

Dass ihre Jugend geht, schmerzt sie sehr. Sie hat das Gefühl, dass sie nicht das Leben führt, das sie sich gewünscht hatte. Warum? das wisse sie nicht, wo hat sie Fehler gemacht? Was hätte sie anders machen können? Fast alle ihrer Freundinnen haben Kinder und Familie, nur eine Freundin hat dies nicht, weil sie es nicht wollte. Maya wollte es aber sehr, es ist ihr einfach nicht gelungen. Warum?  

Diese Beschreibung passt zum Archetyp „Prinzessin“, die zur ersten Gruppe „Kommunikation, Extraversion, Hier und Jetzt“ gehört. Sie liebt die Gesellschaft und die Gesellschaft liebt sie. Sie zieht die Energie aus der Außenwelt und hat einen ausgeprägten ästhetischen Sinn nicht nur für das eigene Aussehen, sondern auch für die Verpackung und Vermarktung der Produkte. Sie ist eine gute Zuhörerin und verbreitet gute Stimmung.

Würde die Prinzessin, die mythologisch Persephone oder Cora heißt, durch Umstände gezwungen werden, eine routinemäßige Verwaltungsarbeit zu ihrem Beruf zu machen, würde sie als harmoniebedürftiges Wesen, das alles tut, um der Außenwelt zu gefallen, hier auch ihr Bestes versuchen. Sie könnte in Analysen und Zahlen immer besser werden, aber sie lebt nicht ihr Potential und somit nicht ihre eigene archetypische Stärke.

Wenn die Prinzessin um sich herum eine sehr zielstrebige, pflichtbewusste und Rutine-liebende Umgebung hat (z.B. eine Kriegerin – Artemis oder strategisch handelnde Athena), bereichert es zwar in gewissem Maß ihr Leben, aber über eine Grenze hinaus setzt es sie sehr unter Druck und raubt ihr ihre archetypische Lebensfreude und Leichtigkeit. Das Ergebnis kann später eine Depression sein.

Archetypisch bedingt ziehen die wunderbare Energie einer Prinzessin und ihre offene, vertrauensvolle, ehrliche, gutmütige Art oft die folgenden 3 Typen von Männern an.

Typ 1: es sind Typen mit gutem leichtem Charakter, ähnlich wie sie. Sie sind in der Kommunikation zwar angenehm, aber nicht an einer verbindlichen Beziehung interessiert und ziehen sich zurück, wenn sie spüren, dass die Beziehung ernsthaft wird.

Typ 2. Es sind schwierige und komplexe Personen, die ihre Energie genießen. Diese Typen sind nicht so attraktiv und leicht wie der Typ 1, sie können auch viel älter sein als sie, oft sehr reich. Diese Beziehung ist oft kompensatorisch, daran wird sie nicht wachsen können.

Typ 3. Männer, die Angst vor ernsthaften Beziehungen haben, möglicherweise basiert dies auf einer schwierigen Beziehung zur Mutter. Diese Männer können keine ernsthaften Beziehungen aufbauen und ihr das geben, was sie braucht.

Weil sie gerne im Hier und Jetzt lebt, mag es sein, dass sie nach Jahren entdeckt, dass sie ihr Wunschziel: Familie/Wohlstand/Beruf nicht erreicht hat. Deswegen kann es für sie im mittleren Alter schwierig werden, weil sie Ihre stärkste Seite: Jugend und Schönheit langsam verliert.

Maya, wie alle Prinzessinnen, ist auch eine Mischung aus mehreren Archetypen, diese Mischung ist bei jedem individuell.

Jeder Archetyp hat seine Stärken/sein großes Potenzial und auch seine Herausforderungen. Maya hat in ihrer Familie und Umgebung nicht das Potential ihres Hauptarchetyps leben und entfalten können. Die gutgemeinte intensive Fürsorge ihrer Mutter tat ihr in bestimmter Hinsicht nicht gut. Die Mutter war sehr präsent in ihrem Leben und dominierte auch ihre Berufswahl . Sie versuchte stets ihre Tochter zu beschützen und schwächte sie dadurch nachhaltig. Mayas jetziges Berufsfeld basiert eigentlich auf ihren Schwächen. Sie konnte diese zwar relativ gut entwickeln, aber dafür blieben ihre Urstärken unentwickelt.

Was Maya privates Leben anbetrifft, eine Prinzessin/Persephone braucht eine besondere Strategie, um ihr eigenes Ziel – eine glückliche Ehe, zu erreichen. Dies könnte verkürzt so formuliert werden: Die Prinzessin sollte die Fähigkeit entwickeln, in sich hineinzuhorchen und Verbindung zu ihrer inneren Weisheit/ihrer Intuition zu entwickeln. Das würde ihr helfen, ihre wertvolle Zeit nicht mit falschen Partnern zu verbringen. Zudem braucht sie es, ihr Leben aus der Adlerperspektive zu sehen: Weil sie im Hier und Jetzt lebt, sieht sie oft das ganze Bild nicht und es fehlt ihr eine Strategie.

Soviel für heute. Es folgen weitere Beiträge über alle anderen Archetypen und Kindheitsprägungen.

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Herzlichst, Nana

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Meine Weihnachtsgeschichte

Meine Weihnachtsgeschichte

Am 23. Dezember kam ich nach der Arbeit müde nach Hause. Überraschend lief mir im Flur der Dackel unseres Nachbarn entgegen. Unser hochbetagter Nachbar lebte zurückgezogen mit seinem Hund und trennte sich nie von ihm. Es musste etwas passiert sein.

Mein Kind erzählte mir, dass es Herrn Müller anscheinend so schlecht ging, dass er die Nachbarschaft mit Hilferufen alarmiert hatte und sie hätten für ihn einen Notfallwagen gerufen. Der Sanitäter hätte ihn aufgeklärt, dass, wenn er sich selbst einweisen würde, er sich ohne Arztgespräch nicht selber entlassen könne, und er sei damit einverstanden gewesen. Den Hund würde das Tierheim in den nächsten Stunden abholen.

Oh, wie traurig, sagte ich, jetzt wird er anscheinend die Weihnachstage in der Psychiatrie verbringen müssen. Herr Müller war sehr klar im Denken und Handeln. Das alles konnte ich mir nur mit einem vorübergehenden Verwirrungszustand erklären. Es könnte auch sein, dass er zu wenig getrunken hatte und dehydriert war. Ich grübelte darüber und das Tierheim holte den Hund inzwischen ab.

Am nächsten Tag war ich sehr beschäftigt um meiner Familie einen schönen Festabend vorzubereiten. So wirbelte ich durch das Haus als es an der Tür klingelte. Es war die Mittagszeit, Ich lief hin und riss die Tür auf: Vor mir stand mein Nachbar.

Ich konnte meinen Augen nicht glauben. Er merkte natürlich meinen Gesichtsausdruck und klärte mich auf: Er hätte Glück gehabt, mit dem Arzt zu sprechen und ihn auch überzeugen zu können. Als es mir besser ging und ich herumgeschaut habe, wo ich gelandet bin (er drehte seine Augen hoch), habe ich sehr darauf bestanden, mit dem Arzt zu sprechen – sagte er. Oh was für ein Glück – entgegnete ich, heute ist sicher ein ganz besonderer Tag!

Er wollte wissen wo sein Hund ist. Im Tierheim – sagte ich traurig. Hätte ich das alles geahnt, hätte ich ihn kurz hier behalten, aber er ist jetzt im Tierheim. Was nun?

Mein Nachbar, der über 95 Jahre alt war, hatte nur einen Hund und wollte die Weihnachtszeit nicht ohne ihn verbringen. Ob ich das Tierheim noch erreiche? Tatsächlich ging jemand dort ans Telefon und sagte mir, dass wir 35 Minuten Zeit hätten, den Hund abzuholen. Wie viele tolle Überraschungen hatte der Tag noch bereit? Ich organisierte ein Auto. Im Tierheim kam es zu einer rührenden Szene, als der Dackel mit seinen kurzen Beinen freudig seinem Herrchen entgegen lief.

So fuhren wir heim. Ich kannte meinen Nachbar schon gut, er hatte große Hörprobleme, auch seine Essgewohnheiten waren anders als die von uns. Ich hätte ihn und seinen Dackel gerne eingeladen, ich wusste aber, dass er jetzt seine Ruhe brauchte. Ich habe alles außer Brot – sagte er auf meine Nachfrage. Ich besorgte das Brot für ihn in der Nachbarschaft. Es war alles schon geschlossen und das Brot, das er gerne hätte, hatte ich selber nicht zu Hause. Danach ging ich wie beflügelt zu meinen Liebsten. Ich war völlig aus meinem Zeitplan, aber wer kümmerte sich darum?

Ich hatte an diesem Tag das Gefühl gehabt, als sei gerade ein Wunder geschehen. Gestern noch bin ich traurig gewesen, dass mein Nachbar dieses wichtige Fest unglücklicherweise in einer Psychiatrie verbringen musste, heute liefen mir Freudentränen, weil er es geschafft hat, die Weihnachtszeit im eigenen Zuhause mit seinem geliebten Hund zu verbringen.

Dass ich ein kleiner Teil dieses Wunders war, erfüllte mich mit großer Dankbarkeit und Freude. Dieses Gefühl spüre ich auch jetzt, wenn ich nach so vielen Jahren auf diesen wahrlich gelungenen Tag zurückblicke.

Die Botschaft war eindeutig: Gib die Hoffnung nicht auf! Tue etwas, versuche es und es kann ein Wunder geschehen.So ein Wunder sei uns allen gegönnt.

Frohes Fest und ein gesundes positives Neues Jahr wünsche ich Dir!
Herzlichst, Nana

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Wege zum Glücklichsein

Wege zum Glücklichsein

Können wir unser Lebensglück wirklich selber schmieden? Wenn ja, wieweit reicht unsere Macht und wie können wir es tun? Nach vielen Jahren der Beobachtung und Erfahrung steht für mich fest: Glücklichsein kann gelernt werden – es ist in unser Hand, mit welchen Gefühlen wir durch das Leben laufen. Unser Leben und Potential ist so individuell, dass wir vorher nicht genau sagen können, wieweit wir gehen können, aber voranzugehen – das schaffen wir alle.

Und wie können wir es tun? Tägliches Training, das auch den Körper einbezieht und eine behutsame gelungene Kommunikation mit unserem Unterbewusstsein.

Hier sind einige Basics für das Lebensglück:

  1. Fähigkeit, sich über die kleinen Dinge zu freuen

Überall gibt es sie – die kleinen Dinge, die uns das Leben erhellen können: Sonnenschein, Regentropfen, zwitscherndes Vögelchen, lächelnde/r Fremde/r auf der Straße usw. Ob wir sie überhaupt bemerken, ist von unserer imaginären Brille abhängig. Die Brille setzte man uns in der Kindheit auf. Es ist möglich, sie abzulegen und durch eine andere Brille zu ersetzen.

  1. Fokus auf positive Dinge

Das ist das Erste und Wichtigste, was ich mir, meinen Klienten und allen nahelege: Erzähle Dir selbst positive Geschichten. Deine Worte, Gedanken und Gefühle haben große Macht. Das Universum und Dein Unterbewusstsein haben ganz große Ohren. Sie glauben uns fast alles. Nutze diese Macht für die Erreichung Deiner Herzensziele, für einen gelungenen schönen Alltag.

  1. Prioritäten im Leben – die oberste Priorität sind wir selbst

Einmal habe ich an einem Projekt gearbeitet. Es wurde mir schnell zu großer Belastung. Ich war neu in der Firma und wollte meinen ersten durchaus positiven Eindruck nicht vermasseln. Zudem war ich finanziell von der Stelle abhängig. Mein Kind war klein und ich war nicht flexibel für eine neue Jobsuche. Aber das stärkste Hindernis war, dass ich bis dahin kein Projekt mittendrin mit der Begründung „Ich kann nicht mehr“ aufgegeben hatte. Das hätte mich zusätzlich gekränkt.

Nun saß ich am Tisch gegenüber meiner wunderbaren Chefin und hörte mich sagen, dass mich die Situation seit Langem sehr belaste, dass ich keinen Ausweg in der Situation sehe, außer dass ich das Projekt verlasse. Ich würde seit einigen Tagen schlecht schlafen. Punkt!

Ihr blieb nichts anderes übrig, als meine Entscheidung zu akzeptieren und sie sagte mir anschließend, dass sie für mich keine andere Beschäftigungsmöglichkeit hätte. Das fand ich nicht toll, trotzdem war ich innerlich zufrieden.

Früher hätte mich mein schlechter Schlaf nicht sehr interessiert, aber jetzt nannte ich ihn als einen wichtigen Grund. Ich war am Anfang meiner inneren Heilung und Stärkung.

Wie ging die Geschichte weiter? Ich saß ca. 10 Tage zu Hause und regenerierte mich von diesem stressigen Projekt, als ich einen Anruf aus der Firma bekam. Eine Kollegin in einem anderen Projekt ging unerwartet weg und man fragte mich, ob ich schnell einspringen könnte. Ich bejahte und diese Zusammenarbeit lief viele weitere Jahre in beidseitiger Zufriedenheit. Ich hatte eine andere Zielgruppe, mit der ich mich besser verstand, eine bessere Bezahlung und wunderbare Kollegen, denen ich täglich mit Freude begegnete.

Hätte ich mich gezwungen, im alten Projekt durchzuhalten, hätte ich dieses Projekt gar nicht angeboten bekommen, denn ich wäre dann nicht frei. Ich war so zufrieden mit mir!

  1. Ein liebevoller fürsorglicher Umgang mit sich selbst

Das bedeutet u.a., dass wir unseren Körper pflegen und trainieren, ihn mit gesundem Essen und Trinken versorgen, Lernen, seine Botschaften zu verstehen und seine Vitalität zu fördern.

Dass wir bewusst entscheiden, uns mit Menschen zu umgeben, die uns gut tun.

Dass wir unsere Grenzen besser wahrnehmen, sie schützen und lernen, wann „Nein“ zu jemandem ein großes „Ja“ zu uns selbst bedeutet.

♦ Jeder von uns hat mehrere innere Anteile, deren Stärke und Zusammenwirken uns zu einer oder auch zu keiner Entscheidung führen. Es gibt innere Anteile, die destruktiv, ängstlich, unsicher, unglücklich etc. sind und auf unser Leben einen großen negativen Einfluss ausüben. Je mehr wir diese inneren Anteile bekämpfen, desto mehr Macht gewinnen sie. Es ist in unserem Interesse, diese Anteile mit liebevollem Umgang zu heilen und zu stärken.

Glücklichsein – bedeutet, dass unsere innere Welt hell ist. Es mag sein, dass dort vorübergehend auch Nacht einkehrt, aber umso schöner wird dann der Sonnenaufgang sein.

Glücklichsein ist eine innere Entscheidung – unabhängig von den Umständen sich das Gute zu gönnen, die innere Sonne scheinen zu lassen, sich in ihren Strahlen aufzuwärmen, auch wenn es draußen frostig ist.

Glücklichsein ist ein Prozess, der nie endet, ein großes festes Ja zum Leben, zu eigener Originalität, zu eigenen Stärken und Schwächen.

Glücklichsein bedeutet auch folgendes Bild: dem Kind, das ein Teil von uns ist, dem Heranwachsenden, der wir waren und seine Sensibilität  noch in uns spüren, in die Augen mutig und liebevoll zu blicken und sagen zu können: Du bist so wertvoll und liebenswürdig, ich bin so wertvoll und Liebenswürdig und ich erlaube mir, dass mein ganzes Leben auch so ist.

Glücklichsein bedeutet, dass wir diese Worte mit Freude und Überzeugung aussprechen können.  Sind wir noch nicht soweit? Das können wir lernen und das sei uns allen gegönnt.

Herzlichst, Nana

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Dieser Beitrag passt zum Thema: Warum ist unsere Kindheit so wichtig?

Vom Reptiliengehirn zum Frontalhirn, vom Kampfmodus zum Denkmodus

Vom Reptiliengehirn zum Frontalhirn, vom Kampfmodus zum Denkmodus

Globale und persönliche Probleme lassen unsere körperliche und psychische Gesundheit nicht unberührt. Sie beeinträchtigen unsere Gesundheit besonders dann, wenn sie zu einem Dauerzustand werden. Die Meldungen über Pandemie, gebombte Städte in der Ukraine, Preisanstiege und Angst vor der Zukunft – produzieren innere Anspannungen und düstere Stimmungen. Seit Monaten beobachte ich, wenn ich auf meinem Mobiltelefon „News“ anklicke, unter den Presse-Artikeln ein Emoji, das meistens an erster Stelle steht: Es symbolisiert Wut.

Viele Menschen spüren diese Gefühle, auch dann, wenn sie es nirgendwo zum Ausdruck bringen: manche sind wütend auf die Vorgehensweise der Politiker, manche sind wütend, weil es eine  Gruppe Menschen gibt, die zur eigenen körperlichen Unversehrtheit steht und die eigenen Grundrechte verteidigt. Diese Menschen wiederum bekommen Ohnmachtsgefühle, wenn z.B. die SPD Chefin Saskia Esken auf die Einführung der Impfpflicht pocht, während andere Länder um uns herum reihenweise Impfpässe und jegliche Beschränkungen aufheben.

Was passiert im dauerhaften Sorge- und Wut-Modus in unserem Körper? Und wie schaden uns diese negativen Gefühle? Lass uns dies vereinfacht darstellen.

♦ Das Frontalhirn als jüngster Teil des Gehirns ist für Informationsverarbeitung, Denken und Sprache zuständig.

♦ Der Hirnstamm – s.g. Reptiliengehirn als ältester und primitivster Teil des Gehirns ist für Atmung, Herzschlag, Verdauung, hormonelles System zuständig, er regelt unbewusste Abläufe, Reflexe/Instinkte und dient zum Überleben.

♦ Der Vagusnerv als der längste Gehirnnerv verläuft vom Hirnstamm über Hals und Brust bis zum Bauch. Er ist für Verdauung, Erholung, Ruhe und Regeneration zuständig.

Angst- und Sorgemodus bedeuten: Der Hirnstamm ist aktiv und schaltet in den Überlebensmodus: Kampf oder Flucht (auch sich totstellen gehört dazu). Das führt dazu, dass Atmung, Herzschlag, Blutzirkulation beschleunigt und Muskeltonus gesteigert wird, Hormone werden freigesetzt. Dem Körper werden alle möglichen Ressourcen fürs Überleben zur Verfügung gestellt. Dafür werden Denk- und Analyse-Fähigkeiten und Verdauung heruntergefahren.

Ist die Gefahr vorbei, dann schaltet unser autonomes Nervensystem auf Schlafen und Verdauung (Parasympathikus). Dafür werden Signale aus dem Gehirn an den Körper gesendet. Der o.g. Vagusnerv als Teil des Parasympathikus sorgt für die Erholung und Verdauung.

Nun stellen wir uns vor, dass eine oder mehrere Gefahrenlagen die Menschen andauernd in Angst und Schrecken versetzen. Die Gefahrenlage muss noch nicht mal real sein, wir können sie uns selbst einreden oder einreden lassen. Dann läuft trotzdem das ganze Programm des Reptiliengehirns in Dauerschleife ab. Presseberichte, Fernsehen, soziale Netzwerke, Pandemie, Konflikte, Kriege, politische Entscheidungen etc. können Auslöser und Verstärker dafür sein.

Nun aber bleibt die freigesetzte Energie, die früher für Kampf und Flucht verwendet wurde, im Körper kursierend und auf Dauer schadet sie ihm. Dieser Zustand blockiert das Frontalhirn: Das logische Denken ist beeinträchtigt.

Ein paar Beispiele aus der Moderne:

Vor einigen Wochen war ich an der Hafenspitze spazieren. Dort hatte eine Gewerkschaft einen Stand aufgestellt. Ich dachte zuerst, sie würde sich für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte oder einer anderen Zielgruppe einsetzen. So war es aber nicht. Der Stand war nicht für etwas, sondern gegen die Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen und es wagen, als stillen Protest Spaziergänge zu organisieren. „Sie gefährden mein Leben“ – sagte ein Mann empört am Stand. In seinen Augen waren Wut, Angst und Verzweiflung. Als hätte jemand auf ihn mit einer geladenen Waffe gezielt.

Warum? Sie sind doch bestimmt geimpft und davon überzeugt, dass Sie gut geschützt sind oder? Wovor haben Sie eigentlich Angst? Und zudem ist es doch eine bewiesene Tatsache, dass auch die Geimpften sich anstecken und das Virus übertragen können. Der Verlauf sollte doch durch die Impfung milder sein oder? Nun wovor haben Sie so viel Angst? Auf diese Fragen hatte er keine Argumente, war aber fest davon überzeugt, dass „die Ungeimpften“ sein Leben bedrohen. Es waren zwei Frauen an seiner Seite, die seinen gefühlsbetonten Ausführungen zustimmten.

Was passiert hier? Diese Personen schienen von der drohenden Gefahr überzeigt zu sein. Sie waren im Angst- und auch im Kampfmodus gegen die Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten. Dadurch war das Frontalhirn so gelähmt, dass sie logischen Argumentationen nicht folgen konnten. So konnten sie mir nicht erklären, warum ihnen gerade im Februar 2022 ein nicht geimpfter gesunder Mensch wie ein Todesengel vorkommt.

Ewig in einem Angst-Modus zu sein, bedeutet, dass dem Organismus dauerhaft ein lebensbedrohlicher Zustand vorgegaukelt wird. Das Denkvermögen ist dann heruntergefahren.

Dauert dieser Zustand lange, kann der Mensch verblöden. Er handelt mit seinem primitiven Stammhirn und nutzt sein Großhirn eingeschränkt. Es schadet seiner Gesundheit, seinem Empfinden, eckt bei anderen Menschen an, produziert Leid und Verwirrung. Je nach Situation können sich seine Ängste sogar ins Unermessliche steigern. Seine Lebenserwartung und Gesundheit gefährdet er selbst, weil er es nicht schafft, diesen Angst- und Sorgemodus einzustellen und das Frontalhirn voll einzuschalten.

♦ Noch ein reales Beispiel: Eine bekannte Person hat panische Ängste vor Spritzen und auch vor Impfung. Sie hat auch gewisse alltägliche Beschwerden wie Unverträglichkeiten, Bluthochdruck, Kopfschmerzen etc. Sie war krank mit dem Virus und hatte dabei nur leichte Symptome. Sie will sich nicht impfen lassen und leidet darunter, weil einige befreundete Menschen sich von ihr distanzierten. Sie war monatelang vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, ging aber mit ihrem Hund in der Natur spazieren. Dort hatte sie mit anderen Hundebesitzern immer einen netten Plausch. Als sie vor kurzem nach einer Dame, die auch zu dieser plauschenden Gruppe gehörte, fragte, wurde ihr erklärt: Die Gruppe wolle mit ihr nichts zu tun haben, weil sie eine Impfgegnerin sei. Können wir uns vorstellen, wie sich meine Bekannte gefühlt hat?

Ängste haben wir alle immer wieder. Sie werden getriggert und aktiviert. Entscheidend ist, wann und ob wir aus dem Angst-Modus aussteigen. Leider ist es für meine Bekannte keine einfache Aufgabe. Zu Hause angekommen, schaltet sie den Fernseher ein und erfährt noch einmal/schon wieder, dass die führenden Politiker des Landes: der Bundeskanzler, der Gesundheitsminister usw. auf der Impfpflicht bestehen.

Dies bedeutet trotzdem nicht, dass die Impfpflicht kommt, es ist noch nicht entschieden. Aber die Ereignisse und andauernden Meldungen um sie herum machen es meiner Bekannten nicht leicht, den Angst- und Sorgenmodus zu verlassen und ihr intelligentes Frontalhirn zu aktivieren, um ihre eigenen Lösungswege zu sehen. Die Situation belastet sie psychisch und körperlich: „Das Gefühl des Ausgeliefertseins, die Wut kann ich nicht abstellen – sagt sie mit Tränen in den Augen. Manchmal sei es so schlimm, dass sie keinen Ausweg mehr sehe.  

Wenn das Reptiliengehirn dauerhaft im Aktiv-Modus bleibt, gerät man dadurch in einen chronischen Dauerzustand der inneren Anspannung. Dies führt schnell zu Wutausbrüchen, Ungeduld, Kampfhaltung und Überreaktion. Langfristig ist die Gefahr groß, dass die täglichen Beeinträchtigungen Krankheiten provozieren.

Für Betroffene ist dieser Zustand nicht immer als Angstzustand identifizierbar, sondern als Mitleid, Mitgefühl, Gerechtigkeitssinn, Solidarität mit Opfern, Problembewältigung, etc.

In meinem Beitrag geht es darum, wie wir den Schaden für unsere Gesundheit minimieren. Besonders dann, wenn diese schweren Zeiten endlos lange dauern. Die Krise ist irgendwann vorbei, nichts ist ewig, wir wollen aber doch nicht, dass wir darin unsere Gesundheit /unser Leben verbrennen.

Was hilft uns?

Wir müssen lernen, unseren Fokus bewusst zu legen/zu verschieben, negative Stimmungen abzuschütteln und körperliche Anspannungen zu mindern und lösen.

Aber zuerst muss die Erkenntnis da sein, dass wir in Angst- und Sorgenmodus gefangen sind. Was tun, wenn uns dieser Zustand blind für andere Optionen macht? Außer einer professionellen Unterstützung können wir Einiges für uns tun:

  1. Für die Gewinnung von Aufmerksamkeit und Erkenntnis empfehle ich die Adler-Übung:

Dafür stelle Dir bitte vor, dass ein Adler oben auf einem hohen Fels sitzt und den Überblick hat. Aus sicherer Entfernung beobachtet er Deine belastende Situation.

Beschreibe bitte jetzt alles detailliert, was der Adler sieht: was passiert? Was wurde gesagt? … ohne Interpretation! Der Adler sieht nur das, was passiert.

Und was sind Deine Gedanken? Wie groß erscheint Dir jetzt die Gefahr? Was sind die Perspektiven/Aussichten? Was kannst Du machen, damit die Situation besser wird und Du Dich besser fühlst?

Durch das Einlassen auf diese Übung verlagerst Du den Fokus vom Reptiliengehirn zum Frontalhirn, von Kampf-/Verteidigungsmodus zum Denk- und Analysemodus. Deine Energie verändert sich dadurch.

Wenn Du mit der Analyse fertig bist, stehe auf, klopfe Dich gut ab, schüttele Dich und beschäftige Dich mit etwas, was Dir gut tut. Nach Möglichkeit gehe hinaus in die Natur.

  1. Wir müssen dafür sorgen, dass unser Fokus nicht auf der negativen Berichtserstattung liegt. Etwas machen, was uns aufbaut und positive Gefühle vermittelt. Etwas Angenehmes lesen, alte Filme anschauen, in die Natur gehen, aufräumen, tanzen, Lieblingsmusik einschalten sind bewährte Strategien zur Ablenkung und Beruhigung.
  2. Mit Atemübungen und Entspannungstechniken kannst Du für mehr Entspannung und Wohlbefinden sorgen.

Die inneren Anspannungen reduzieren und lösen – dies ist ein sehr wichtiges Thema für unsere Gesundheit. Vielleicht wäre es für Dich interessant, meinen Blogbeitrag „Krank durch innere Anspannung“ zu lesen?

Und am Ende: Wo die Sonne scheint, gibt es auch Schatten. Vertraue darauf, dass Du den Weg auf die sonnige Seite findest, dass Frieden und Liebe Dein Herz aufwärmen. In diesen besonderen Zeiten sei es uns allen gegönnt.

Herzlichst, Nana

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